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Neumünster Bürgeranhörung zum Großflecken abgelehnt
Lokales Neumünster Bürgeranhörung zum Großflecken abgelehnt
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16:31 02.07.2018
Von Sabine Nitschke
Neumünsters zentrale Innenstadtplatz: Der angepeilte Umbau des Großfleckens zieht sich weiter hin. Die SPD bemängelt die Begehbarkeit und die Aufenthaltsqualität. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

"Ich bitte Sie dringend darum, die Sache vorwärts zu bringen. Es muss eine bessere Begehbarkeit her für alle, ob sie nun mit Rollator oder Kinderwagen unterwegs sind", hatte die einstige SPD-Ratsfrau appelliert. Bereits im Dezember 2014 hatte die Ratsversammlung den Beschluss gefasst. "Es gibt aber immer noch ein rechtliches Problem. Der damalige Architekt Dieter Rogalla aus Hamburg hat noch nicht sein Einverständnis erklärt", monierte CDU-Ratsfrau Helga Bühse eine aus ihrer Sicht Bringschuld der Bauverwaltung.

"Herr Rogalla war schwer erkrankt, befindet sich in der Reha. Mehrfache Kontaktversuche waren nicht erfolgreich“, erklärte Stadtplaner Bernd Heilmann. Allerdings habe Rogalla zuvor bei Gesprächen sowohl in seinem Heim in Hamburg als auch bei einem Ortstermin in Neumünster sein Einverständnis signalisiert, wenn Besonderheiten des von ihm gestalteten Platzes wie die Pflasterung und die Bänderstreifen erhalten blieben.

Für Thomas Michaelis (CDU) stand fest: "Der Ratsbeschluss steht für eine völlige Neugestaltung. Schriftlich haben wir von Rogalla gar nichts. Und mit der bestandsorientierten Neugestaltung des Hamburger WES-Büros hat man sich auf völliges Glatteis begeben." "Sie sollten die Öffentlichkeitsbeteiligung beschließen, alles andere kann parallel dazu laufen", riet Baurat Thorsten Kubiak. Das sah SPD-Ratsherr Axel Westphal ähnlich. "Wenn wir uns nicht lächerlich machen wollen, sollten wir zu Potte kommen und das Bürgervotum zu den drei Varianten anhören." Das dürfte noch dauern.

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