Corona in Neumünster: Alles bereit für die Notbetreuung
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Corona in Neumünster: Alles bereit für die Notbetreuung

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17:26 15.12.2020
Von Thorsten Geil
Kita St. Elisabeth Neumünster: FSJler Hannes Rönnau spielt mit vier Kindern aus der Pinguin-Gruppe. Ab Mittwoch werden noch weniger Kinder dort sein. FSJler Hannes Rönnau
Kita St. Elisabeth Neumünster: FSJler Hannes Rönnau spielt mit vier Kindern aus der Pinguin-Gruppe. Ab Mittwoch werden noch weniger Kinder dort sein. FSJler Hannes Rönnau Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Anders als im Frühjahr läuft diesmal keine Schockwelle mehr durch die Einrichtungen. Alle profitieren von den Erfahrungen der ersten Schließungszeit im Frühjahr.

In die 31 Kindertageseinrichtungen sind am Montag nur rund die Hälfte der Kinder gebracht worden – mit starken Schwankungen zwischen den einzelnen Einrichtungen, am Dienstag waren es noch etwas weniger. „Seit Freitag haben wir viel Arbeit in die Planungen gesteckt, aber das ist nicht mehr so wild wie im Frühjahr. Es ist eingespielt, und wir treffen auf ganz viel Verständnis bei den Eltern“, sagt Jörg Asmussen, der Fachdienstleiter Frühkindliche Bildung in der Stadtverwaltung.

Notbetreuung startet in Neumünster

Damals waren in Neumünster von insgesamt rund 4000 Kitakindern am Ende etwa 1500 in der Notbetreuung. Dieses Programm läuft am Mittwoch wieder an – ausschließlich für Kinder von Eltern, die in systemrelevanten Berufen arbeiten, von Alleinerziehenden und für Kinder mit besonderem Betreuungsbedarf – und natürlich, wenn das Kindeswohl ohne Betreuung gefährdet wäre. Alle Kitas bleiben auf, pro Gruppe werden aber maximal zehn Kinder betreut. Gruppen werden nicht zusammengelegt, um die Kohorten nicht kurz vor Weihnachten noch zu gefährden.

91 von 149 Kinder waren in der Kita

Im (katholischen) Familienzentrum St. Elisabeth waren am Montag beispielsweise 91 von 149 Kindern da, gestern waren es gut 70. Das Personal ist gut eingestellt. „Es überrollt uns nicht mehr so wie im Frühjahr. Wir wissen bereits, dass 55 Kinder einen Anspruch auf Notbetreuung haben, aber es werden nicht alle kommen, weil viele Eltern sich kurz vor Weihnachten freinehmen konnten“, sagt die Leiterin Kerstin Göpner. Auch hier gelte: Alle zehn Gruppen bleiben erhalten.

Auch in den Schulen ist alles vorbereitet. Viele Kinder sind seit Montag zu Hause, an den Grundschulen etwa 60 Prozent, an den weiterführenden Schulen etwa 20 Prozent, weiß Schulrätin Bettina Becker. „Von Mittwoch an werden dann alle Schüler der Klassen 8 bis 13 auf Distanz unterrichtet, bei den Klassen 1 bis 7 soll das möglichst auch so sein. Nur die Notbetreuung wird angeboten“, sagt sie. Die Schulrätin rechnet dort mit weniger Schülern als im Frühjahr, weil es nur um die drei Tage bis Weihnachten geht; am Montag beginnen regulär die Ferien.

Der Unterricht über das Internet läuft ganz gut

Der Unterricht über das Internet und auf Lernmanagement-Systemen läuft nach Auskunft der Schulrätin bereits ganz gut. Die Lehrer stellen das Material und die Aufgaben ein, die Schüler laden sie herunter und bearbeiten sie. Kommunikation untereinander ist gewährleistet. Bettina Becker: „Die allermeisten Schüler haben mittlerweile auch ein digitales Gerät. Das Land und die Stadt haben da einiges auf die Beine gestellt.“

Für Fragen zur Betreuung in den Kitas hat der Fachdienst Frühkindliche Bildung ein Elterntelefon unter Tel. 04321/ 942-2502 eingerichtet (während der Geschäftszeiten).

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