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Neumünster Nur 43 rechte Demonstranten in Neumünster
Lokales Neumünster Nur 43 rechte Demonstranten in Neumünster
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17:14 22.10.2016
Von Karsten Leng
Die Polizei hat alle Hände voll zu tun, die beiden Demonstrationen voneinander zu trennen. Quelle: Karsten Leng
Neumünster

Es kam zu keinen nennenswerten Vorfällen. Die Polizei war mit mehreren Hundertschaften vor Ort. Die Beamten kamen aus Eutin, Mecklenburg-Vorpommern und auch die Bundespolizei war im Einsatz. Weiträumige Absperrungen in der Innenstadt rund um den Bahnhof sorgten für erhebliche Einschränkungen des Individual- und öffentlichen Nahverkehrs.

Gegen 11 Uhr hatten sich an der Kreuzung Gänsemarkt rund 250 Gegendemonstranten überwiegend aus dem bürgerlichen Lager versammelt. Polizeikräfte sperrten daraufhin den Kuhberg ab, um zu verhindern, dass die Demonstranten zum Konrad-Adenauer-Platz, dem Neumünsteraner Bahnhofs-Vorplatz, gelangen konnten, auf dem die Kundgebung der rechten Szene angemeldet war. Die „Spontan-Demo“ am Gänsemarkt wurde nach kurzen Verhandlungen mit der Polizei-Einsatzleitung von der Neumünsteraner Ordnungsbehörde genehmigt. „Das Versammlungsrecht ist ein hohes Gut unserer Demokratie“, begründete Stadtsprecher Stephan Beitz die Genehmigung. Die Teilnehmer der Kundgebung wurden per Lautsprecherdurchsage darauf hingewiesen, dass ihre Versammlung sofort aufgelöst werde, sollte es zu gewalttätigen Aktionen kommen. Es blieb friedlich.

Die Innenstadt Neumünsters steht an diesem Sonnabend im Zeichen einer Demo von Rechtsextremen und der entsprechenden Gegendemo: Seit etwa einer halben Stunde laufen die beiden Kundgebungen. Die Polizei hat zahlreiche Straßen gesperrt und warnt vor Verkehrsbehinderungen.

Erst mit einer 15-minütigen Verspätung begann die Kundgebung der Rechten Szene gegen 12.15 Uhr vor dem Bahnhof. Ein Neumünsteraner NPD-Mitglied hatte die Demonstration unter dem Titel „Gemeinsam für unser Deutschland - Volkswillen umsetzen“ angemeldet. Nur 43 und nicht wie angekündigt rund 100 Teilnehmer waren gekommen. Einige der Demonstranten waren aus Bad Oldesloe mit dem Zug angereist. „Sie wurden von unseren Beamten der Bundespolizei begleitet“, berichtete BuPo-Sprecher Hanspeter Schwartz. Es sei in den Zügen zu keinen Vorkommnissen gekommen.

Da der direkte Weg zum Großflecken, dem zentralen Platz in der Neumünsteraner Innenstadt, durch eine Sitzblockade von Gegendemonstranten versperrt war, einigte sich die Polizei-Führung mit dem Versammlungsleiter der Kundgebung auf eine alternative Kurzstrecke, die rund um den Bahnhof führte. Ohne Zwischenfälle begleitet von mehreren Hundertschaften der Polizei wurde nach rund 30 Minuten der Bahnhofsvorplatz wieder erreicht. Kurz nach 15 Uhr löste sich die Kundgebung auf.

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