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Neumünster Adlerauge erfasst die Stadtstraßen
Lokales Neumünster Adlerauge erfasst die Stadtstraßen
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13:47 25.09.2019
Von Sven Detlefsen
Der Berliner Technologieanbieter eagle eye technologies wurde beauftragt, den Straßenbestand genau aufzunehmen, optisch zu erfassen und anschließend für die Stadt aufzubereiten. Die Daten der genauen Dokumentation sollen als Grundlage dem Aufbau eines systematischen Straßenerhaltungsmanagements dienen. Quelle: eagle eye technologies
Neumünster

Die Kameraautos des amerikanischen Internetriesen Google haben in der Vergangenheit in vielen Städten und Gemeinden, auch in Neumünster, Datenschützer und Bürger auf den Plan gerufen, die ihre Persönlichkeitsrechte durch eine Veröffentlichung bei dem Google-Dienst Streetview bedroht sahen. Das auffällige Auto der Berliner Firma eagle eye technologies scheint wohl schon mehrfach ähnliche Irritationen ausgelöst zu haben. Der Technologieanbieter versichert schon im Vorfeld, dass seine Daten und Aufnahmen ausschließlich für die Nutzung durch die jeweils Kommune vorgesehen seien.

Neumünster hat rund 400 Kilometer kommunale Straße und Wege

Die Verwaltung benötige eine detaillierte Dokumentation ihrer Straßen und Wege, die dann als Grundlage für den  Aufbau eines systematischen Straßenerhaltungsmanagements dienen sollen, teilt dazu die Stadt Neumünster mit. Rund 400 Kilometer kommunale Straße und Wege, für die ein flächendeckendes und aussagekräftiges Straßenkataster erstellt werden soll. Diese Infrastrukturdaten seien für Planung von Pflege, Erhaltung und Ausbau auch im Rahmen der Haushaltsplanung erforderlich

Messfahrzeug soll nur wenige Tage brauchen

Die Befahrung mit dem orangefarbenen Messfahrzeug, das mit einer aufwändigen Dachkonstruktion sowie speziellen Sensoren ausgestattet ist, soll am 28. September 2019 beginnen, kündigt die Stadt an. Mehrere Kameras würden dabei gleichzeitig den Straßenraum und die Verkehrsanlagen photogrammetrisch erfassen. Diese Arbeiten seien witterungsabhängig, sollen für das Stadtgebiet aber nur wenige Tage dauern.

Oberbürgermeister Tauras: Grundlage für digitales Straßenkataster

„Bei der Auftragsvergabe war für uns die detaillierte Bestandserfassung der Straßeninfrastruktur ausschlaggebend. Wir wollen jetzt ganz genau wissen, wie es um unsere Straßen bestellt ist, um so Arbeitsabläufe effizienter gestalten zu können“, betont Oberbürgermeister  Olaf Tauras. Mit den digitalen Daten habe die Stadt zukünftig eine qualitativ hochwertige Übersicht und könne mit den Daten schnell und effizient Entscheidungsgrundlagen oder Budgets erstellen.

Die Technik von  eagle eye (Adlerauge) nehme Einzelbilder auf und drehe keine Filme. Straßenschäden wie Risse und Schlaglöscher werden dokumentiert. Auch das sogenannte Straßeninventar wie Verkehrsinseln, Gullis oder auch Verkehrsschilder könnten die Kameras und Sensoren, je nach Auftrag durch die Kommune, erfassen, erklärt das Unternehmen.

„Künftig werden alle Infrastrukturdaten zentral an einem Ort liegen und für alle Ämter abrufbar sein“, führt Tauras weiter aus. Damit könnten die Mitarbeiter dann viele Sachverhalte vom Büro aus einsehen, prüfen und entscheiden.Konkret werden die gewonnenen Daten auch in das örtliche Geoinformationssystem als Grundlage für ein digitales Straßenkataster eingepflegt.

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