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Neumünster Ex-Justizbeamter gesteht Raubüberfall
Lokales Neumünster Ex-Justizbeamter gesteht Raubüberfall
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16:24 15.08.2019
Ein Neumünsteraner hat gestanden, in Hamburg ein Juweliergeschäft überfallen zu haben.  Quelle: Ulf Dahl
Neumünster/Hamburg

Ein ehemaliger Justizbeamter hat am Donnerstag einen Überfall auf ein Juweliergeschäft in Hamburg-Eppendorf gestanden. "Für meinen Mandanten gibt es für die Tat vom 28. Februar 2019 keinerlei Erklärung", sagte der Verteidiger des 37-Jährigen vor der Strafkammer am Landgericht Hamburg. Eigentlich habe er nur ein Hochzeitsgeschenk für seine Verlobte gesucht. Doch nach einer ersten Beratung sei er in das Geschäft zurückgekehrt. An den eigentlichen Überfall könne er sich nicht erinnern, er habe einen "Blackout" gehabt. "Ich habe zugegeben, dass ich das gemacht habe", ergänzte der Angeklagte in der folgenden Befragung durch die Richterin.

Laut Staatsanwaltschaft soll der Mann aus Neumünster zwei Angestellten Pfefferspray ins Gesicht gesprüht haben. Dann habe er vier Uhren im Gesamtwert von 14.700 Euro und einen Schlüsselbund eingesteckt. Das Geschäft war kameraüberwacht. Einen Monat nach der Tat nahm die Polizei den Angeklagten fest. Er sitzt seit dem 27. März in Untersuchungshaft. Bei einer Wohnungsdurchsuchung fanden die Ermittler auch einen Wurfstern und ein Magazin mit Übungsmunition der Bundeswehr.

Mann aus Neumünster absolvierte Nahkampfausbildung 

Auf Fragen der Richterin gab der 37-Jährige an, seine Ausbildung zum Justizvollzugsbeamten nach einer zehnjährigen Dienstzeit bei der Bundeswehr begonnen zu haben. Der gelernte Zahntechniker hatte dort eine Nahkampfausbildung absolviert und war als Marinesoldat an der UN-Mission vor der libanesischen Küste beteiligt.

Pfefferspray einzusetzen, sei für ihn "das mildeste Mittel", zitierte die Richterin eine Angabe des Angeklagten aus den Akten. Er sei nahkampfmäßig sehr gut ausgebildet, sagte der 37-Jährige dazu. Schon vor seiner Bundeswehrzeit sei er Kampfsportler gewesen. Tierabwehrspray habe er immer dabei, um seinen kleinen Mops beim Gassigehen gegen Kampfhunde schützen zu können.

Täter sah sich psychischer Belastung ausgesetzt

Der Verteidiger sprach sich dafür aus, die Tat als minderschweren Fall zu werten. Es handele sich um eine "Kurzschlussreaktion durch psychische Überlastung". Was ihn psychisch so belastet habe, wollte der athletische Mann mit kahlgeschorenem Kopf, kurzem Bart und tätowierten Händen aber nicht sagen: "Ich stehe zu dem, was ich gemacht habe. Wenn ich dafür fünf, sechs Jahre bekomme, dann ist das so." Von seinen Gefühlen gab er weiter nichts preis. Nur ab und zu drehte er sich um und lächelte seiner Partnerin im Zuschauerraum zu.

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Von dpa

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