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Neumünster Spatenstich für 60 Millionen-Euro-Bau
Lokales Neumünster Spatenstich für 60 Millionen-Euro-Bau
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19:00 27.09.2019
Von Frank Scheer
Baustart für Edeka-Nord im Gewerbepark Eichhof (von links): Augustinus Clüsener (Planungsbüro Punkteins), Stadtbaurat Throsten Kubiak, Oberbürgermeister Olaf Tauras, Carén Krebs vom gleichnamigen Tiefbauunternehmen, Edeka-Geschäftsführer Martin Steinmetz, Logistik-Leiter Uwe Schmidt und Betriebsrat Frank Stadie. Quelle: Frank Scheer
Neumünster

Vor wenigen Wochen haben Edeka Nord und die Stadt Neumünster, wie berichtet, den Kaufvertrag für das 25 Hektar große Grundstück besiegelt. Über den Grundstückspreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen. Neben dem Lager wird in einem zweiten Abschnitt bis 2026/27 die gesamte Konzernzentrale auf dem Areal neben dem Logistiker Henry Kruse entstehen. Die 1200 Edeka-Nord-Mitarbeiter sollen vom Industriegebiet Süd in den Eichhof umsiedeln.

Gewerbepark Eichhof in Neumünster fast voll

Neumünsters Oberbürgermeister Olaf Tauras, der neben Stadtbaurat Thorsten Kubiak zum Spaten griff, betonte: „Wir freuen uns, dass es hier losgeht.“ Durch den Verkauf an Edeka Nord seien im Gewerbepark Eichhof von insgesamt 45 Hektar nur noch ein kleiner Teil von 5000 Quadratmetern zu vermarkten: „Da befinden wir uns in Gesprächen.“ Bei der Firma „K&F Rastanlagen“, die ein Hotel und eine Tankstelle bauen wollen, warte man auf den Bauantrag.

Sechs Monate dauern die Erdarbeiten

Die Erdarbeiten auf dem Grundstückstück zwischen A7 und Landesstraße 328 haben am 9. September begonnen und werden noch bis zum Frühjahr andauern. Nach Angaben von Carén Krebs, Geschäftsführerin des Tiefbauunternehmens, müssen auf dem Gelände insgesamt 53 000 Kubikmeter Boden ausgehoben werden und bis zu 130 000 Kubikmeter Sand wieder aufgefüllt werden. Der Grundwasserspiegel befindet sich 40 bis 50 Zentimeter unter dem Boden – etwa 1,50 Meter Boden kommen oben drauf.

Frischelager wird deutlich größer als das bisherige

Das Edeka-Frischelager, dessen Baubeginn im April oder Mai avisiert ist, soll eine Große von 21 000 Quadratmetern haben – das bisherige im Industriegebiet Süd sei mit 13 000 Quadratmetern deutlich kleiner, verriet Edeka-Sprecher Tobias Kemper. Der Neubau ermögliche eine Erweiterung des Sortiments. Details dazu konnte er noch nicht sagen. Das neue Lager werde von der Höhe her in der Spitze mit 30 Metern doppelt so hoch sein wie das alte am Standort Oderstraße. „Die Höhe ist notwendig, damit wir zukunftsgerecht bauen“, so Kemper. Dieses hohe Gebäude ist aber erst im zweiten Bauabschnitt vorgesehen. Dafür muss die Stadt Neumünster auch den Bebauungsplan verändern – das werde man laut Tauras den Gremien im Herbst vorlegen.

Verkehrsgünstige Lage an der A 7

Edeka Nord hat den Standort wegen der „unheimlich verkehrsgünstigen Lage“ gewählt. Nach nur einer Ampelschaltung sei man auf der A 7. Im Industriegebiet brauche man mindestens zehn Minuten und das sei in der Logistik viel, so Kemper. Edeka Nord mit Sitz in Neumünster ist eine von sieben genossenschaftlich organisierten Großhandlungen des Verbundes. Die Belieferung des Einzelhandels in Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern sowie Teilen Niedersachsens und Brandenburgs erfolgt aus den drei Logistikzentren Neumünster, Malchow und Zarrentin.

670 Märkte in Norddeutschland gehören dazu

670 Märkte, die von selbstständigen Kaufleuten geführt werden, mit Verkaufsfläche von 780 000 Quadratmeter gehören dazu. Mit einem Konzernumsatz von 3,1 Milliarden Euro hat das Unternehmen 2018 seine führende Rolle als Nahversorger gefestigt. Edeka Nord ist einer der größten Arbeitgeber im Norden mit rund 5600 Beschäftigten und bildet in Großhandel und Produktion nach eigenen Angaben rund 150 sowie im Einzelhandel rund 1400 junge Menschen aus. 

Immer informiert: Nachrichten aus Neumünster

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Frank Scheer 27.09.2019