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Neumünster Kinder konzentrieren sich schlechter
Lokales Neumünster Kinder konzentrieren sich schlechter
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13:16 31.05.2018
Von Thorsten Geil
Heike Dörner beobachtet die Schüler bei der Prüfung und notiert die Fehler. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Der Wettbewerb hat sich in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten nicht sehr stark geändert, die Voraussetzungen aber sehr wohl. „Früher war das Niveau der Fertigkeiten innerhalb einer Klasse meist sehr ähnlich. Heute gibt es aber häufig große Unterschiede“, sagt Polizeioberkommissar Marco Rose, der mit seinem Kollegen Martin Philipp vom 2. Polizeirevier am Fahrbahnrand steht und die Fehler der Schüler notiert.

Häufiger Lernschwierigkeiten bei Schülern

„Heute gibt es mehr Schüler mit Lernschwierigkeiten in den Klassen, es gibt Sprachbarrieren und zum Teil ganz andere soziale Hintergründe“, sagt er.

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Das bestätigt auch Heike Dörner, die Kreisfachberaterin für Mobilitäts- und Verkehrserziehung, die den Wettbewerb seit 16 Jahren für das Schulamt organisiert: „Ich finde nicht, dass die motorischen Fähigkeiten beim Radfahren schlechter geworden sind. Aber es gibt mehr Kinder als früher, die Schwierigkeiten haben, sich auf mehrere Aufgaben gleichzeitig zu konzentrieren.“

Mehrere Dinge gleichzeitig tun

Und genau das ist bei dem Wettbewerb gefordert, denn neben der sicheren Beherrschung des Fahrrads gilt es hier, die Verkehrsregeln zu beachten und mehrere Aufgaben im Parcours zu lösen, etwa durch einen Slalom oder über eine schiefe Ebene zu fahren. 

Beim Wettbewerb vertieften die Schüler die Kenntnisse von der Standard-Fahrradprüfung in Klasse 4. „Nach dem Wechsel auf weiterführende Schulen geht es für viele Kinder schon mit dem Fahrrad durch die halbe Stadt. Darum haben wir diesen Wettbewerb aus Klasse 6 in Klasse 5 verlegt, um das Wissen früher aufzufrischen“, sagt Heike Dörner.

Thorsten Geil 31.05.2018
Sabine Nitschke 30.05.2018
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