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Neumünster Stadt will Familienzentren stärken
Lokales Neumünster Stadt will Familienzentren stärken
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06:49 13.11.2019
Von Clemens Behr
Christina Just, Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Bartholomäus, mit Liv, Leonie und Mischa (von rechts). Quelle: Clemens Behr
Neumünster

Die Stadt Neumünster will mehr für Familienzentren unternehmen. Vor elf Jahren war Neumünster Vorreiter in Schleswig-Holstein beim Ausbau von Kindertagesstätten zu Familienzentren. Die Einrichtungen haben sich bewährt. Mehr als 100 Einrichtungen werden landesweit mit Millionenbeträgen gefördert. Doch was sind Familienzentren überhaupt?

Sechs Familienzentren in Neumünster

Die Zentren sind an sogenannte Regeleinrichtungen, also Schulen oder Kindertagesstätten, angedockt. In Neumünster tragen sechs Kitas das Prädikat „Familienzentrum“: St. Bartholomäus, St. Elisabeth, Einfeld, Schwedenhaus, Werderstraße und das Dietrich-Bonhoeffer-Familienzentrum. Erklärtes Ziel ist es, die Kita zu einem Treffpunkt für die ganze Familie zu machen, in dem auch Väter und Mütter Hilfs- und Beratungsangebote annehmen können. Dadurch sollen auch die Bildungschancen der Kitakinder – egal welcher Nationalität oder sozialer Herkunft – erhöht werden.

Hemmschwelle für Beratung senken

Im Fokus stehen Angebote, die die ganze Familie ansprechen. Für viele Eltern gilt laut Experten: In die Kita zu gehen ist etwas ganz normales, Beratungsangebote anzunehmen eher nicht. „Die Hemmschwelle, Beratung in Anspruch zu nehmen, wird im Umfeld einer Kindertagesstätte, wo man täglich ein und ausgeht, gesenkt“, sagt Jörg Asmussen, Fachdienstleiter Frühkindliche Bildung der Stadt Neumünster.

Die Gesamtkosten der Familienzentren in Neumünster belaufen sich pro Jahr auf 200000 Euro. Davon trägt das Land 160000 Euro, 40000 werden mit Geld der Stadt Neumünster getragen. Der Aufwand entsteht zum großen Teil durch Personalkosten. In ganz Schleswig-Holstein stellt das Land seit 2018 gut 5,5 Millionen Euro für die Familienzentren zur Verfügung.

Mehr als normale Kinderbetreuung

„Ich nenne unser Modell Kita Plus. Wir haben hier Möglichkeiten, die über eine normale Kinderbetreuung hinausgehen“, sagt Christina Just. Sie ist Leiterin der katholischen Kindertagesstätte St. Bartholomäus in Faldera, die 2015 entstand und von Beginn an auch Familienzentrum war. Durch Angebote wie das Elternfrühstück oder den Babytreff sei für Familien der Zugang zu Beratung an der Kindertagesstätte St. Bartholomäus leichter zugänglich. Und um noch mehr Menschen mit den Angeboten zu erreichen, haben die Kindertagesstätten in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe einen Flyer entwickelt, der in zehn Sprachen übersetzt wurde: Kurdisch, Türkisch, Rumänisch, Arabisch, Englisch, Französisch, Bulgarisch, Persisch, Dari und Kroatisch.

Flyer in zehn Sprachen informiert über Angebot

Am Dienstag stellte das Bündnis „Qualitätszirkel für Familienzentren in Neumünster“ den Flyer im Foyer des Neuen Rathauses vor, wo auch eine Ausstellung zur Geschichte der Familienzentren in Neumünster gezeigt wird.

Anwesend war auch der Erste Stadtrat Carsten Hillgruber, der betonte, dass die Stadt in Zukunft den Ausbau der Familienzentren stärker in Angriff nehmen wolle. „In der ersten Jahreshälfte 2020 werden wir mit diesem Thema in die Politik gehen.“ Dafür müsse man sich aber zunächst damit beschäftigen, „wie und wo“ ein Ausbau sinnvoll sei.

Zurzeit stehen drei Familienzentren in der Innenstadt, eines im Stadtteil Brachenfeld-Ruthenberg, Faldera sowie in Einfeld. Im Süden und Norden der Stadt könnte also noch Bedarf bestehen. Überlegungen, allein auf eine geografisch gerecht zu verteilen, stünden dabei nicht an erster Stelle. „Wir müssen dahin, wo die soziale Belastung und der Bedarf groß ist“, so Hillgruber.

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Seit elf Jahren gibt es Familienzentren in Neumünster.Die Stadt will den Ausbau der Zentren fördern.

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