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Neumünster Richtfest für Polizeigebäude Neumünster
Lokales Neumünster Richtfest für Polizeigebäude Neumünster
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19:14 08.11.2019
Von Clemens Behr
Die Farbe ist das Besondere: Richtfest für Polizeigebäude Neumünster. Der Erweiterungsbau auf dem Gelände der Polizeidirektion passt sich in seiner Gestaltung an das bereits vorhandene Haus F an. Quelle: Architekten-Contor, Itzehoe
Neumünster

645 Quadratmeter, 38 Meter breit, 80 Meter lang: Das sind die Maße des Erweiterungsbaus am Haus F auf dem Gelände der Polizeidirektion Neumünster in der Alemannenstraße, in dem neue Büros, Schulungs- und Besprechungsräume sowie ein Raum für den Erkennungsdienst mit neuester Technik für die Kriminalpolizei entstehen.

Der Anbau passt sich mit den Klinkersteinen exakt an das bestehende Gebäude an, das im zweiten Abschnitt, nach Fertigstellung des Erweiterungsbaus saniert wird. Hingucker wird der neuer Erker in „polizeiblau“ sein, der ursprünglich jedoch in türkis geplant war. „Natürlich musste es blau werden. Vielleicht kann es ja auch in Zukunft in die Planungsunterlagen eingehen: Wo immer die Polizei baut, muss auch was polizeiblaues dran sein“, sagte Dirk Czarnetzki, Behördenleiter der Polizeidirektion Neumünster, beim gestrigen Richtfest

Richtfest für Polizeigebäude: Heinold lieber in Neumünster statt Berlin

Dort war auch Schleswig-Holsteins Finanzministerin Monika Heinold anwesend. Sie kam direkt aus Berlin. Statt an einer Sitzung des Finanzausschusses des Bundesrates in Berlin oder der Einweihung des neuen UKSH-Gebäudes in Lübeck teilzunehmen, feierte sie lieber das Richtfest vom Erweiterungsbau am Haus F in Neumünster. Rund 4,7 Millionen Euro hat das Land aus dem Sondervermögen IMPULS in die Polizeidirektion Neumünster investiert.

„Mir ist es wichtig, zu sehen wo das Geld ankommt, weil wir uns bei der Modernisierung unseres Landes sehr genau überlegen, wo wir die Euros lassen.“ Mit etwa 60 Millionen Euro wird das Land Baumaßnahmen an Polizeigebäuden Ende diesen Jahres gefördert haben. 40 Millionen sind im nächsten Jahr vorgesehen. „Jamaika kommt mit der Modernisierung unseres Landes gut voran, Stück für Stück bauen wir den Sanierungsstau ab.“

Richtfest für Polizeigebäude Neumünster weckt Schlechte Erinnerungen an "Schimmelrevier"

Gute Arbeitsbedingungen und moderne Gebäude seien laut der Ministerin wichtig, um junge Nachwuchskräfte für die Polizei zu begeistern. Eher abträglich dürften in diesem Zusammenhang die Erfahrungen aus dem vergangenen Sommer gewesen sein: Im Juni wurde bekannt, dass Beamte auf dem Polizeirevier in der Parkstraße gut eineinhalb Jahre lang in mit Schimmel verseuchten Räumen arbeiten mussten, obwohl die Polizisten schon frühzeitig auf die Zustände in dem Revier hingewiesen hätten. „Solche Probleme werden hier nicht auftreten, weil wir näher dran sind mit eigenem Hauspersonal, dieses Gebäude als GMSH selbst bewirtschaften und somit auch näher an den Nutzern dran sind“, sagte Frank Eisoldt, Geschäftsführer der Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH).

Fertigstellung für Polizeigebäude Neumünster im Frühjahr 2021

Die Baumaßnahmen werden unter der Leitung der GMSH umgesetzt. 2016 begannen die ersten Planungen für den Anbau. Ein gutes Jahr später wurde die Entwurfs- und Finanzplanung vorgelegt und vor einem Jahr im November mit dem Bau begonnen. Im Frühjahr 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Aktuell befinde sich das Projekt laut Eisoldt sogar ein bis zwei Wochen vor dem geplanten Zeitrahmen. 

Ein Grund dafür sei auch der schnelle Bescheid des Kampfmittelräumdienstes gewesen, der beim Bauprojekt in der Alemannenstraße bereits nach drei Tagen erteilt worden sei.

„Das war außergewöhnlich, sonst kostet uns das manchmal Monate. Ich denke, dass uns hier die Polizei ein bisschen geholfen hat. Vielleicht darf ich sie ja auch in anderen Projekten, wo es um Gerichte und Finanzämter geht, einmal um Amtshilfe bitten“, scherzte Eisoldt unter der Anwesenheit einiger Polizeibeamter. 

für Polizeigebäude Neumünster: "Klimaschutz ist nichts für die Sonntagspredigt"

Außergewöhnlich ist das Gebäude auch in puncto energetischer Standards. Die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2016 werden um mehr als 30 Prozent unterschritten. „Klimaschutz ist nichts für die Sonntagspredigt, sondern für die Praxis am Freitagnachmittag“, sagte Heinold, ein Satz, für den sie wohl auch in Berlin Zustimmung bekommen hätte. 

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