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Neumünster Ein Pferd so teuer wie eine Limousine
Lokales Neumünster Ein Pferd so teuer wie eine Limousine
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20:15 10.11.2019
Von Tara Gottmann
Der diesjährige Siegerhengst Ferrari Forever. Anders als in den Vorjahren stand der Siegerhengst nicht zum Verkauf. Quelle: tara gottmann
Neumünster

Der Österreicher Hans-Jörg Gassner ersteigerte den jetzigen Champion als Fohlen – und will ihn auch behalten. Anders als in den Vorjahren stand der Siegerhengst nicht zum Verkauf.

Die Körkommission lobte den Schimmel von Helium-Impetus-Trocadero in den höchsten Tönen: „Ein Hengst ohne Aufwand, ohne Getöse, aber mit richtig, richtig Qualität.“ Er sei einer der komplettesten Hengste des Jahrgangs. „Er bewegt sich immer taktgeflossen in jeder Phase seines Auftretens. Ganz vornehm in der Selbsthaltung, vornehm auch hinsichtlich seines Benehmens.“

78 000 Euro für einen Hengst

Verkauft wurde der Reservesieger Taryk von Lücke-Hirtentanz-Caanitz aus der Zucht von Gisela Gunia (Uslar). Der bildschöne braune Hengst war von Anfang an Publikumsliebling in Neumünster, er wusste sich nicht zur zu bewegen, sondern erhielt auch die beste Note beim Freispringen. „Ein Sympathieträger, der sich immer durch den ganzen Körper bewegt. Er verbindet Geist mit Kraft. Darüber hinaus ist er hoch motiviert und hat Spaß an der Leistung, das haben wir beim Freispringen gesehen“, so die Beurteilung durch Lutz Gehrmann von der Körkommission. Tyark wechselte in der Auktion für 78 000 Euro den Besitzer und stellte damit die Preisspitze der gekörten Hengste. Die zehn versteigerten ungekörten Hengste kosteten im Schnitt 15 944 Euro.

Das Pferd muss seinen Körper bewegen können

Mit den Hengsten war die Körkommission sehr zufrieden. Schon auf dem Pflaster hätten die Pferde überzeugt. „Das Freispringen war ein besonderes Highlight. Das Springen ist ein wichtiges Kriterium, das Pferd muss seinen Körper bewegen können“, so Gehrmann.

Als Trakehner Jahressiegerstute wurde am Sonnabend die Prämienstute Lilli’s Marlen v. Kentucky-Rheinklang (Züchter Hartmut Gremmes, Jühnde, Besitzerin Christina Gremmes, Jühnde) ausgezeichnet.

Bereits am Freitagabend waren die Holstenhallen fast ausverkauft: Reitmeisterin Ingrid Klimke war für eine Lehrstunde angereist. In vier verschiedenen Gruppen erklärte sie die vielseitige Ausbildung mit Cavalettis. Auch auf dem großen Galaabend war die Vielseitigkeitseuropameisterin dabei. Denn es hieß Abschied nehmen: Der 15-jährige Trakehnerwallach Parmenides, den Klimke von Beginn an unter dem Sattel hatte, wurde aus dem Sport verabschiedet. „Aber ich nehme den Sattel jetzt nicht ab, wie das bei einer Verabschiedung üblich ist“, sagte Klimke. Stattdessen stieg Züchterin und Besitzerin Marion Gottschalk (Bruchköbel), zu der Parmenides zurückgeht, auf.

Anlässlich des Galaabends erhielten zwei Reiterinnen ganz besondere Auszeichnungen: Maja Kozian Fleck (Bordesholm) wurde das Goldene Reitabzeichen für ihre Erfolge im Vielseitigkeitsreiten verliehen, Christina Ellendt (Heikendorf) erhielt es für ihre Erfolge im Dressurreiten.

Unfall beim Freilaufen

Überschattet wurde der Hengstmarkt von einem Unfall, der sich gegen Ende des Freilaufens am Sonnabend ereignete. Einer der Junghengste versuchte, ohne vorher übermäßig nervös gewesen zu sein, über die Tür am Ausritt zu springen. Dabei wurde eine junge Frau schwer verletzt, ein Rettungshubschrauber kam und das Programm wurde für etwas über eine Stunde unterbrochen. Gestern wurde bekannt, dass die Frau inzwischen außer Lebensgefahr sei.

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