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Neumünster Feuerwehr: Leihfahrzeug ist die Lösung
Lokales Neumünster Feuerwehr: Leihfahrzeug ist die Lösung
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15:25 10.04.2019
Von Sven Tietgen
Mit der Aushändigung des Autoschlüssels feierten Thomas Koch (von links), René Wagner, Jürgen Meck, Marc Kutyniok, Sebastian Kirchner sowie Sebastian Marquardt die Übergabe des Leihfahrzeugs. Quelle: Sven Tietgen
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Bönebüttel

Damit wird die Zeit bis zur Auslieferung des neu bestellten Hilfeleistungslöschfahrzeugs überbrückt. Ohne die Hilfe aus Neumünster hätte die Nachbargemeinde über die nächsten Monate keinen vollständigen Brandschutz bieten können.

Bereits seit einigen Wochen ist das aktuelle Tanklöschfahrzeug (TLF) der Bönebütteler Brandschützer in der Werkstatt. Die Reparatur wird weitere Wochen in Anspruch nehmen, berichteten die stellvertretenden Wehrführer René Wagner und Sebastian Kirchner. Sobald der TLF wieder einsatzbereit ist, steht der nächste Verlust an: Das 27 Jahre alte Tragkraftspritzenfahrzeug wird außer Dienst gestellt. Die Lösung für das Dilemma fand der Bönebütteler Wehrvorstand bei Gesprächen mit den Kollegen der Neumünsteraner Berufsfeuerwehr.

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Leihgeschäft ist kostenlos

Denn nach der Fusion der Freiwilligen Feuerwehren Stadtmitte und Brachenfeld in Neumünster gab es ein überschüssiges Fahrzeug, das jetzt den Bönebüttelern angeboten wurde. „Wir brauchen im Alarmfall eine vollständig einsatzbereite Bönebütteler Wehr“, betonte Brandamtmann Thomas Koch bei der Schlüsselübergabe am Dienstag. Das Leihgeschäft ist kostenlos, versicherte Marc Kutyniok, stellvertretender Leiter der Berufsfeuerwehr. Nur die Benzinkosten für das 18 Jahre alte Feuerwehrauto müssen die Bönebütteler zahlen. Die Leihoperation ist eine Premiere, aber zusammen arbeiten beide Wehren schon länger. „Das Leih-Löschfahrzeug ist ein Produkt der Verwaltungsgemeinschaft von Neumünster und Bönebüttel“, erklärte Bürgermeister Jürgen Meck.

Kreis Plön gibt Zuschuss

In den vergangenen Monaten trafen sich die Vorstände beider Wehren zu vielen Gesprächsrunden. Gemeinsam wurde die Planung, die Ausschreibung, die Auswahl und die Vergabe für das neue Bönebütteler Feuerwehrauto organisiert, das im November ausgeliefert werden soll. Rund 325000 Euro kostet der „Neue“, 89000 Euro gibt der Kreis Plön aus den Einnahmen der Feuerlöschsteuer als Zuschuss dazu. „Ohne die Zusammenarbeit mit Neumünster hätten wir eine externe Firma für ein rechtssicheres Ausschreibungs- und Vergabeverfahren beauftragen müssen. So etwas kann bis zu 20000 Euro kosten“, erklärte Sebastian Kirchner. Das Leihauto ist rund acht Meter lang und hat damit die gleichen Abmessungen wie das bestellte Fahrzeug – und passt auch in das jüngst eingeweihte neue Feuerwehrgerätehaus, betonte Kirchner. Damit trat der zweite stellvertretende Wehrführer Zweifeln entgegen, nach denen die Fahrzeughalle nicht groß genug sei.

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