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Neumünster Die Stadt hat schon immer geholfen
Lokales Neumünster Die Stadt hat schon immer geholfen
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11:50 31.07.2019
Von Thorsten Geil
Flüchtlinge in Neumünster: Luftbild der zentralen Flüchtlingsunterkunft in Neumünster. Quelle: Ulf Dahl
Neumünster

Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden mehr als 31.500 Vertriebene aus den Ostgebieten eine neue Heimat in Neumünster, so viele wie in keiner anderen Stadt in Schleswig-Holstein. Ende 1946 machten Flüchtlinge und Vertriebene fast 25 Prozent der etwa 66 000 Einwohner aus.

80 Vertriebene aus dem Kreis Groß Werder bei Danzig dürften sich hier schnell wie zu Hause gefühlt haben: Ihre Heimatgemeinde hieß Neumünsterberg.

Flüchtlinge in Neumünster: Tag der Heimat ist immer in Neumünster

Der Bund der Heimatvertriebenen wurde bereits 1949 von den Selbsthilfe- und Arbeitsgemeinschaften der Pommern, Danziger und Ost- und Westpreußen in Neumünster aus der Taufe gehoben, um die Zersplitterung der Vertriebenenvereine zu beenden und ihnen ein gemeinsames Sprachrohr zu geben. Der landesweite Tag der Heimat wird bis heute immer in Neumünster gefeiert.

11.000 DDR-Flüchtlinge in Neumünster

Ab den 1980er-Jahren war das DRK Neumünster die zentrale Anlaufstelle in Schleswig-Holstein für die Betreuung von Spätaussiedlern aus der damaligen Sowjetunion. 1989 erhielt das DRK dann auch den Auftrag, ebenfalls DDR-Übersiedler in Empfang zu nehmen. Bis zur Wende am 9. November 1989 trafen mehr als 2800 Menschen aus der DDR hier ein, dann ging es erst richtig los: Am Ende waren es 11.000.

Bis heute kommt nahezu jeder Flüchtling, der Schleswig-Holstein zugeteilt wird, einmal nach Neumünster, denn in der ehemaligen Scholtz-Kaserne ist die landesweite Erstaufnahme und der Sitz des Landesamts für Ausländerangelegenheiten. 2015/2016 lebten und campierten dort bis zu 5000 Menschen. Derzeit sind es meist rund 500, die aber meist relativ zügig weiterverteilt werden.

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Seit vergangener Woche lernen 17 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren das Schwimmen im Einfelder See. Eine weitere Woche haben sie jetzt noch vor sich. „Einige Kinder könnten jetzt schon ihr Seepferdchen machen“, ist Übungsleiter Bernd Czysch zufrieden mit dem Fortschritt der Kids.

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