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Neumünster Frustrationsgrenze beim Putten ausloten
Lokales Neumünster Frustrationsgrenze beim Putten ausloten
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15:15 06.07.2019
Von Susanne Wittorf
Putten gehört zum Handwerk. Während der Jugendgolfwoche lernen die Kinder, wie man die Bälle im Loch versenkt. Quelle: Susanne Wittorf
Aukrug

„Das macht richtig Spaß!“, beschrieb Raffael seine ersten Erfahrungen mit dem Golfsport, bevor er sich wieder auf das Üben langer Schläge konzentrierte. Als eines von 40 Kindern und Jugendlichen zwischen sieben und 18 Jahren nahm der Achtjährige an der jährlich stattfindenden Jugendgolfwoche des MHGCA teil. Unter der Anleitung professioneller Trainer machten sie sich in der letzten Woche mit dem Putten, dem Chippen, mit sogenannten Annäherungs- und Langschlägen vertraut.
„Und nicht zu vergessen, mit der eigenen Frustrationsgrenze“, sagte Karin Edinger. „Beim Golfen lernt man den Umgang mit eigenen Fehlschlägen“, erklärte die Jugendwartin. Seit neun Jahren füllt sie ihr Amt mit großem Engagement aus, organisiert Schnupperkurse an Schulen, ruft zur Teilnahme am Familiengolf auf und fungiert während der gesamten Jugendgolfwoche als Ansprechpartnerin für die Teilnehmer.

Jugendwartin Karin Edinger: „Golf ist längst kein elitärer Sport mehr“

„Wenn wir hier Talente entdecken, versuchen wir sie unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern zu fördern. Unsere Mitgliedsbeiträge für Kinder und Jugendliche sind nicht höher, als die eines Fußballvereins. Golf ist schon lange kein elitärer Sport mehr“, betonte Karin Edinger. „Und entgegen der landläufigen Meinung ist Golf weit mehr als ein Spaziergang mit Schlägertasche“, ergänzte Jochen Hansen. „Beim Golfsport werden 132 Muskeln an frischer Luft aktiviert“, wusste der Mediziner zu berichten. „Golf ist gesellig und macht einfach Spaß“, sagte der Vizepräsident.

 Gründer planten die Anlage auf 58 Hektar

Das hatten wohl auch die Gründerväter des Vereins im Sinn, als sie vor 50 Jahren unter der Federführung des damaligen Präsidenten Werner Jüngst den Grundstock für eine heute 58 Hektar große Golfanlage legten, die landesweit ihresgleichen sucht. Eingebettet in die Moränenlandschaft des Naturparks Aukrug säumen prächtige Laub- und Nadelgehölze die kurze Wegen zwischen den 18 Löchern. „Flora und Fauna sind hier äußerst vielfältig. Im Sommer blühen seltene Orchideen, im Winter trifft man mit etwas Glück auf Hirsche“, schwärmte der neue Präsident Gerhard Edinger. Er bewundere die weitsichtige Planung der Vereinsgründer. „Mit großer Vorstellungskraft für künftige Generationen und viel Sensibilität für die landschaftlichen Gegebenheit haben sie hier einen Golfplatz geschaffen, der Menschen aus ganz Norddeutschland nach Aukrug zieht“, sagte Edinger. Die stetig wachsende Zahl von momentan 730 Mitgliedern und 70  meist voll ausgelastete, offizielle Turniere im Jahr geben seiner Einschätzung recht.

1969 bis 2019 – 50 Jahre Aukruger Golf-Club

Am 26. April 1969 wird der Mittelholsteinischer Golf-Club Aukrug e.V. auf einem 58 Hektar großen Gelände im Aukruger Ortsteil Bargfeld gegründet. Bereits ein Jahr später startet der Bau eines Neun-Loch-Platzes. Kurz darauf können die ersten 60 Mitglieder auf sechs provisorischen Bahnen golfen. Mitglieder- und Bahnzahl wachsen schnell. Am 1. Mai 1973 wird der 96. Deutsche Golfplatz mit seinen neun Bahnen feierlich eingeweiht. 14 Jahre später wird der 18-Loch-Platz freigegeben. Der Platz entspricht nun internationalen Standards. Auch nach Fertigstellung der Außenanlagen im Jahr 1991 bleibt immer etwas zu tun: ein verrohrter Bach wird renaturiert, das Clubhaus renoviert und seit fünf Jahren kümmert sich ein professionelles Unternehmen um die Platzbewässerung. Trockene Sommer gehen auch am Aukruger Golf-Club nicht spurlos vorbei.

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Der Golf-Club Aukrug ist 50 Jahre alt und hat sich die Nachwuchsarbeit, unter anderem mit einer Jugendgolfwoche, auf die Fahne geschrieben.

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