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10:10 16.02.2020
Von Malte Kühl
Großdemo in Neumünster Quelle: Malte Kühl
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Neumünster

Spannungen gab es im nahen Umfeld der Bar, als Demonstranten durch Absperrungen daran gehindert wurden, an der „Titanic“ vorbeizumarschieren. Diese Route war ihnen im Vorfeld untersagt worden. Bengalische Feuer wurden entzündet und Feuerwerkskörper abgeschossen. Die Veranstalter konnten jedoch durch Durchsagen die Demonstrierenden dazu bringen, weitere Aktionen zu unterlassen. Nach einigen Kundgebungen zogen die Protestierenden auf der geplanten Route weiter. Gegen 19.30 Uhr endete die Veranstaltung geplant auf dem alten Postparkplatz.

Mehr als 300 Menschen zogen durch die Stadt 

Man wolle der Etablierung der Titanic als Treffpunkt der Rechten Szene entgegenwirken, sagte ein Sprecher der Antifa zu Beginn der Demonstration. Mit der Band „Oidoxie“ komme nicht irgendwer nach Neumünster, sondern eine Gruppe die eng mit dem verbotenen Netzwerk „Combat 18“ verstrickt sei. Da die staatlichen Instanzen es nicht schafften, das Konzert zu verbieten, müsse man selbst auf die Straße gehen und dagegen demonstrieren. Die Demonstration führe am Umfeld der „Titanic“ vorbei, an der Kneipe selbst dürfe man allerdings nicht vorbeilaufen. Die Veranstalter hatten die späte Zeit gewählt, um die Anreise des Publikums abzupassen. Die Organisation der Demo hatten Antifa-Gruppierungen aus Hamburg, Lübeck, Kiel und Neumünster übernommen.

Nach einer Kundgebung um 17 Uhr starteten die Demonstranten auf der geplanten Route im Umfeld der Kneipe. Mit Parolen wie „Titanic versenken“ und „Combat 18 verbieten“ zogen mehr als 300 Teilnehmer durch die Straßen. Polizisten sicherten die Straßen mit einem großen Aufgebot ab.

Störer sorgte für Tumulte 

Bei einem ersten Stopp kam es kurz zu Tumulten. Ein Störer hatte sich unter die Demonstranten gemischt und wurde der Gruppe verwiesen.

Anschließend wichen die Demonstranten kurz von der geplanten Route ab und trafen an einer Absperrung auf Polizisten. Hier kam es kurz zur Spannung zwischen Polizisten und linken Demonstranten. Einige Teilnehmer schossen Feuerwerksraketen aus der Menge, warfen einige Flaschen und entzündeten Bengalische Feuer. Die Polizisten setzen ihre Helme auf.

Polizei: Demonstration war ruhig

Die Veranstalter riefen dazu auf, die Aktionen seitens der Demonstranten zu unterlassen, da sonst die Veranstaltung beendet werde. Die Deeskalation wirkte. Nach einigen Redebeiträgen zogen die Teilnehmer auf der geplanten Route weiter.

Gegen 19.30 Uhr wurde die Demo auf dem alten Postparkplatz beendet. Im AJZ, dem Alternativen Jugendzentrum, traten Bands zum Gegenkonzert auf.

Ein Polizeisprecher bezeichnete die Demonstration als ruhig. Zwar habe es Provokationen gegeben, polizeiliche Maßnahmen seien jedoch nicht nötig gewesen. Auch nach Ende der Demo blieben die Polizisten im Umfeld, um die Abreise der Demonstranten zu überwachen. Schließlich wolle man vermeiden, dass die verfeindeten Gruppierungen aufeinander treffen.

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