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Neumünster Großer Wurf: Neumünster kauft 30 Hektar
Lokales Neumünster Großer Wurf: Neumünster kauft 30 Hektar
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19:28 12.12.2017
Von Thorsten Geil
Die Stadt Neumünster hat 30 Hektar Land ehemaliges Bahn-Gelände gekauft, darunter den Lokschuppen (Blick von der Max-Johannsen-Brücke in Richtung Innenstadt). Quelle: Thorsten Geil
Neumünster *

Die Stadt Neumünster hat städtebaulich einen großen Wurf geschafft: Oberbürgermeister Dr. Olaf Tauras gab in der Ratssitzung bekannt, dass er für die Stadt ein großes Grundstücksgeschäft getätigt hat: Die Stadt ist jetzt Eigentümer von gut 30 Hektar des ehemaligen Bahngeländes zwischen der Heider Bahnlinie und den Holstenhallen. Das ergibt viele Möglichkeiten für die Entwickung der Stadt auf diversen Gebieten.

Seit vielen Jahren wird im Rathaus darüber diskutiert, diese Flächen zu erwerben, um das Fernziel der „Messeachse“ irgendwann erreichen zu können. Damit ist die Entwicklung von der Innenstadt bis in den Norden gemeint. Die Flächen entsprechen etwa der Größe von 60 Fußballfeldern. Verkäufer ist die Firma Aurelis, die bundesweit die Grundstücke der Deutschen Bahn vermarktet. Einen Kaufpreis nannte Tauras nicht.

Die Flächen erstrecken sich von der Rendsburger Bahnlinie am Stoverweg im Norden, unter der Max-Johannsen-Brücke hindurch bis hin zum Übergang der Heider Bahnlinie an der Rendsburger Straße im Süden. Die östliche Grenze des schlauchartigen Grundstücks mit vielen Ecken und Winkeln bildet der Schienenstrang der Bahnlinien, die westliche Grenze verläuft hinter den Holstenhallen und der Bebauung an der Rendsburger Straße. Dazu gehören auch die gesamten Kleingärten der Bahn-Landwirtschaft (samt der Gaststätte Schafstall), der Lokschuppen und der ehemalige Güterbahnhof.

Die Stadtverwaltung hat viele Ideen, was auf den einzelnen Teilflächen passieren kann. Südlich der Max-Johannsen-Brücke werden die Holstenhallen künftig wieder zur Nordbau und anderen Großveranstaltungen die Parkplätze nutzen können, die sie in den vergangenen beiden Jahren nicht von der Aurelis mieten konnten (wir berichteten). Der Bereich rund um den Lokschuppen ist in der jüngsten Version des Entwicklungskonzepts für den Bereich Kultur vorgesehen.

Direkt nördlich der Brücke, unmittelbar an das Hallengelände grenzend, ist ein „Multifunktionsplatz“ eingezeichnet. Dabei denkt die Stadtverwaltung an einen Platz für Jahrmarkt und Zirkus, der sich gut mit den Holstenhallen ergänzen könnte. Perspektivisch könnte der Jugendspielplatz dann bebaut werden. Für Baugrundstücke in dieser tollen Lage am Rande der Innenstadt wären sicherlich gute Preise zu erzielen, die den Aurelis-Deal zumindest teilweise refinanzieren könnten.

Einige dieser Punkte sind laut dem Konzept mitten in den jetzigen Kleingärten eingezeichnet. Zunächst allerdings sollen die Kleingärten dort bleiben können. Ob das auch langfristig so bleibt, erscheint fraglich. Aus der Stadtverwaltung war gestern zu hören, man wolle demnächst mit den Kleingärtnern Gespräche führen.

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