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Neumünster Konkrete Hilfe im Elterngarten in Neumünster
Lokales Neumünster

Gutes tun im Advent: KN hilft unterstützt Kinderschutzbund in Neumünster

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08:17 25.12.2020
Von Susanne Wittorf
Eltern herzlich willkommen: Melanie Theede (v.li.), Anja Erfmann und Bettina Boxberger stehen vor einem der ältesten Häuser Neumünsters im Fürsthof, in dem der Elterngarten beheimatet ist. Quelle: Susanne Wittof
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Neumünster

„Familie bedeutet Liebe und Vertrauen, und Familie bedeutet Verantwortung tragen – jeden Tag und rund um die Uhr“, sagt Anja Erfmann. Dass junge Eltern als die wichtigsten Bezugspersonen für ihre Kinder dabei einen Großteil der Verantwortung tragen, weiß die Leiterin des Elterngartens aus langjähriger Erfahrung.

Junge Eltern fühlen sich alleingelassen

„Mit den vielen Fragen und Herausforderungen, die die neue Aufgabe mit sich bringt, fühlen sich junge Eltern oft alleingelassen“, betont die examinierte Hebamme, studierte Sozialpädagogin und systemische Beraterin. „Elternschaft ist der wichtigste Beruf in unserer Gesellschaft“, sagt Bettina Boxberger. Eine Ausbildung gebe es jedoch nicht. „Auch deshalb macht der Kinderschutzbund im Elterngarten niedrigschwellige Angebote für Mütter und Väter, um letztendlich die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu stärken“, so die Vorsitzende vom Ortsverband Neumünster.

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Verzicht auf rezepthaftes Erziehungstraining

Zu den Angeboten der fünf hauptamtlichen Mitarbeiterinnen gehören Kurse, wie „Starke Eltern – starke Kinder“, die individuell und sehr nah begleiten. „Wir gehen grundsätzlich von der Erziehungskompetenz von Müttern und Vätern aus“, erklärt Anja Erfmann. Auf rezepthaftes Erziehungstraining werde bei den Elternkursen bewusst verzichtet. „Unsere familientherapeutischen Methoden helfen, Zuwendung und Anerkennung im Alltag zu stabilisieren und missachtende Verhaltensweisen abzubauen“, sagt die Kursleiterin.

Gutes tun im Advent: KN hilft unterstützt den Kinderschutzbund

Der Verein „KN hilft“ ruft in diesem Jahr zu einer Spendensammlung für den Kinderschutzbund im Verbreitungsgebiet der Kieler Nachrichten und der Segeberger Zeitung auf. Dafür ist das Spendenkonto –Stichwort Gutes tun im Advent – bei der Förde Sparkasse eingerichtet: DE05 2105 0170 1400 2620 00. Möchten Sie nicht, dass Sie als Spender in der DE052105 0170 1400 2620 00

Zeitung erwähnt werden, schreiben Sie bitte hinter den Verwendungszweck den Hinweis „kein Name“. Möchten Sie eine Spendenbescheinigung, vermerken Sie bitte „Spendenbescheinigung“ und Ihre Adresse hinter dem Verwendungszweck. Alle Spenden, die bis Ende des Jahres für die Aktion eingehen, werden an den Förderverein des Kinderschutzbundes überwiesen, der besonders von der Corona-Krise Betroffenen hilft.

Niedrigschwellige und kostenfreie Angebote

Unter dem Motto „Brücken bauen für die Zukunft“ setzt der Elterngarten in Kooperation mit der Diakonie Altholstein seit drei Jahren das Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ um. „Mit niedrigschwelligen, kostenfreien Angeboten, wie einem regelmäßigen Elternfrühstück und Spielstuben beraten und eröffnen wir jungen Eltern den Zugang zur Kindertagesbetreuung und begleiten sie unterstützend“, sagt die verantwortliche Koordinatorin Melanie Theede.

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Interkulturelles Handarbeitsprojekt

Teilhabe aller Neumünsteraner Familien ist den Mitarbeiterinnen des Elterngartens wichtig. Seit fünf Jahren bieten sie deshalb das interkulturelle Handarbeitsprojekt „Gesprächsstoff“ an, zu dem Familien mit und ohne Fluchterfahrung sowie mit und ohne Migrationshintergrund zum kulturellen Austausch eingeladen sind. Einzelveranstaltungen, wie Erste-Hilfe-Kurse für Eltern, zweisprachige Vorleseveranstaltungen und Hilfe beim schreienden Säugling runden das Angebot des Elterngartens ab.

Menschen haben Angst und große Sorgen

„Unsere Maxime lautet: flexibel und bedarfsgerecht auf Menschen zugehen“, erklärt Bettina Boxberger. Die Corona-Zeit mit all ihren Einschränkungen habe die Bedürftigkeit vieler Eltern noch einmal sehr deutlich gemacht. „Die Menschen haben Angst und große Sorgen“, sagt Anja Erfmann. „Als regelmäßige Angebote ausfallen mussten, haben wir telefonisch den Kontakt gehalten. Auch um Familien, die kein gutes Netzwerk haben, aus ihrer Isolation zu holen.“ Allein 70 Familien begleitet der Elterngarten seit dem ersten Lockdown im März.

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Die Einrichtung des Kinderschutzbundes hat sich auch in schwierigen Zeiten als Anlaufstelle für Menschen, die ganz konkrete Hilfe brauchen, bewährt.
Weitere Infos unter: www.dksb-nms.de

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