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Neumünster „Begleitet ins Leben“ ist gesichert
Lokales Neumünster „Begleitet ins Leben“ ist gesichert
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18:51 06.02.2020
Von Thorsten Geil
Merci: Die Vertreter der Stadt und des FEK bedankten sich bei den Vertretern der Serviceclubs für die jahrelange Unterstützung von „Begleitet ins Leben" symbolisch mit Schokolade. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Die Stadt Neumünster hat das Hebammen-Projekt auf dauerhaft sichere Füße gestellt und finanziert es nun selber.

Müttern in Neumünster wird Zeit geschenkt

Bei „Begleitet ins Leben“ wird Müttern im Prinzip nur etwas Zeit geschenkt. Vier Hebammen am FEK bekommen zusammen 270 Arbeitsstunden pro Jahr extra bezahlt und können vor oder nach der Geburt in einer ruhigen Minute das Gespräch mit den Müttern suchen und herausfinden, ob irgendwo der Schuh drückt. „Und wir merken sehr schnell, wenn da irgendwo etwas brennt – sei es in psychischer, familiärer oder finanzieller Hinsicht, mit Drogen oder auch Gewalt“, sagte Karin Laatsch, die Leitende Hebamme am FEK. Dann bieten die Hebammen Hilfe an, vermitteln Kontakte zu Beratungsstellen, Behörden oder auch dem Frauenhaus.

2014 entstand die Idee in Neumünster

Ideengeberin war 2014 Dorothea Behrendt, Mitglied im Serviceclub Inner Wheel. Sie kannte als Lehrerin viele Kinder mit diversen Problemen, oft verursacht durch unklare oder prekäre Strukturen im Elternhaus. Denen müsste geholfen werden, und die Hilfe müsste so früh wie möglich zu Hause ansetzen. Sie überzeugte FEK-Chefarzt Dr. Ivo Heer und den damaligen Sozialdezernenten Günter Humpe-Waßmuth von der Idee.

2016 sprangen die Serviceclubs ein

Schnell wurden mit Kerstin Alexa, Fatma Sari, Synje Schröder und Karin Laatsch die Hebammen gefunden und geschult. 2015 startete das Projekt mit einer Anschubfinanzierung von 10.000 Euro. 2016 sprangen dann die Serviceclubs Inner Wheel, die beiden Lions-Clubs Neumünster und Neumünster-Holsten, die Rotary-Clubs Neumünster und Neumünster-Vicelin, Round Table und Zonta ein und finanzierten die vier Folgejahre mit je 10.000 Euro. Das Geld wurde unter anderem mit dem Verkauf von Adventskalendern, Glückseiern oder Lizenzen zum Entenrennen verdient.

Stadtrat sagte Danke

Stadtrat Carsten Hillgruber bedankte sich im Namen der Stadt bei den Clubs für die Unterstützung mit 40.000 Euro. Das Projekt solle nun unverändert fortgesetzt werden. Das Ziel sei immer, Mutter und Kind zusammenzulassen.

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