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Neumünster Nordbau bleibt wichtigste Veranstaltung
Lokales Neumünster Nordbau bleibt wichtigste Veranstaltung
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19:37 10.02.2020
Von Thorsten Geil
Dirk Iwersen (52) ist Diplom-Betriebswirt. Er wuchs in Neumünster auf und spielte schon als Junge auf dem Gelände der Holstenhallen, denn sein Vater Peter Iwersen war von 1985 bis 2003 deren Geschäftsführer. 2003 stieg Dirk Iwersen in die Geschäftsführung ein; seit 2008 leitet er das Unternehmen allein. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Die Holstenhalle (heutige Halle1) wurde 1939 für Viehauktionen gebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurden hier Flugzeuge montiert. Nach und nach wurden die Hallen erweitert; sie bieten heute eine zusammenhängende Ausstellungsfläche von bis zu 14.000 Quadratmetern. Hinzu kommt das Freigelände mit 85.000 Quadratmetern. Hier können ebenfalls Veranstaltungen stattfinden oder etwa 2500 Autos parken.

Die Holstenhallen Neumünster sind der größte Messestandort in Schleswig-Holstein. Wie ist das Jahr 2019 gelaufen?

Dirk Iwersen: Das war ein extrem gutes Jahr für uns. Bei uns fanden 895 Veranstaltungen statt – von der kleinen Sitzung bis zur riesigen Nordbau. Es waren deutlich mehr Veranstaltungen als im Vorjahr, und wir hatten wieder rund eine Million Besucher. Die Holstenhallen werden nach wie vor sehr gut gebucht. Wir verdichten immer mehr, haben also oft mehrere Veranstaltungen gleichzeitig. Das bedeutet oft kurze Umbauphasen und viel Arbeit für die Mitarbeiter. Unsere Truppe ist mit 60 Mitarbeitern eher klein, aber enorm schlagkräftig.

Aber waren es in früheren Jahren nicht auch schon mehr als 900 Veranstaltungen?

Das stimmt, aber 2014 haben wir einen kleinen Strategiewechsel gemacht und uns auf unser Kerngeschäft konzentriert. Seitdem machen wir viele kleinere Sachen nicht mehr, beispielsweise in unserem Restaurant. Das hat die Zahl der Veranstaltungen zwar etwas sinken lassen, aber wir machen mehr Umsatz und stehen insgesamt besser da.

Für eine schwarze Null hat es für die Holstenhallen Neumünster GmbH aber trotzdem nicht gereicht?

Wir sind eine von drei Hallen in Deutschland, die im Tagesgeschäft schwarze Zahlen schreiben. Aber allein die Stadthalle, die auch zu uns gehört, und die geringe Eigenkapitalquote verhindern eine komplett schwarze Zahl.

Wie sieht denn die Buchungslage 2020 aus?

Wir sind sehr zufrieden. Der RSH-Kindertag kommt zum dritten Mal in Folge zu uns, was uns sehr freut. Das Schleswig-Holstein Musik-Festival ist wieder mit tollen Konzerten da, die großen Reit- und Pferdeveranstaltungen sowieso, die beliebten Klassiker-Tage und die Nordgrill. Dazu haben wir deutlich mehr Konzerte und Comedy-Veranstaltungen wie etwa Chris Tall oder Torsten Sträter. Höchst spannend fand ich auch wieder „Schleswig-Holstein singt“ von der Welle Nord am vergangenen Wochenende.

Und auf welche Veranstaltung freuen Sie sich selbst am meisten?

Ganz ehrlich? Am 5. Dezember ist wieder die Schlagerparty „Ole du Fröhliche“ am Start. Das war 2019 ein Riesenerfolg. Ich muss das nicht jeden Abend haben, aber einmal im Jahr kann ich mich dabei gut amüsieren.

Aber vorher kommt vom 9. bis 13. September die Nordbau...

...natürlich, unsere mit Abstand wichtigste und größte Veranstaltung. Die Nordbau spielt bei uns in einer eigenen Liga. Sie ist übrigens schon wieder fast ausgebucht.

Was machen denn Ihre Erweiterungspläne?

Stimmt, wir wollen einen Komplex von rund 1000 Quadratmetern an unser Restaurant anbauen, um Räume für Tagungen und Kongresse, die wir heute aus Kapazitätsgründen nicht durchführen können, zu gewinnen. Da sind wir mit der Planung schon sehr weit und wollen 2020 anfangen. Letzte Fragen der Finanzierung sind noch zu klären. Wenn es fertig ist, wird der Komplex mit dem Restaurant auch „Kongresszentrum“ heißen, weil wir ja längst kein öffentliches Restaurant mehr sind.

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