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Neumünster Jazzorkan in der Werkhalle
Lokales Neumünster Jazzorkan in der Werkhalle
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20:23 28.09.2014
Von Karsten Leng
Wie ein Jazzorkan fegten die Solisten Nicole Johänntgen (Saxofon) und Nicolas Gardel (Trompete), begleitet vom Rémi Panossian Trio, durch die Werkhalle in Neumünster. Quelle: Leng
Neumünster

Das Konzert war der Beitrag des Jazzclubs Neumünster zum Kunstflecken. Clubchef Ralf Johannsen hatte die ungewöhnliche Formation vor zwei Jahren beim Festival Jazzbaltica erlebt. „Das war der Hammer. Ich hätte nie gedacht, dass der Jazzclub so schnell diese Künstler verpflichten und präsentieren kann“, sagte Clubchef Ralf Johannsen und bereitete das Publikum auf den bevorstehenden Hörgenuss vor. Johannsen übertrieb nicht.

Zunächst ohne die beiden Solisten startete das Trio mit Schlagzeuger Frédéric Petitprez, Bassist Maxime Delporte und Pianist Rémi Panossian durch. Groovend und immer mehr verdichtend entwickelte sich ein rhythmisch-klanglicher, aber dennoch fein strukturierter „Jazzorkan“. Pianist Panossian verdiente sich mit Recht den Titel eines Tastenlöwen. Läufe im ICE-Tempo und Akkord-Salven in die Tastatur schlagend brachten den veritablen Konzertflügel an die Grenzen des Möglichen. Applaus und Bravo-Rufe wollten nach dem musikalischen Parforce-Ritt gar nicht enden.

 Ohne Begleitung des Trios und lyrische Phrasen spielend zogen Nicolas Gardel (Trompete) und Nicole Johänntgen (Sopransaxofon) ruhigen Schrittes durch das Publikum zur Bühne. Kaum das Ziel erreicht, setzte der Jazzorkan wieder ein. Pulsierend und immer mehr verdichtend unterlegte das Trio die Soli der beiden Bläser. Johänntgens Spiel bot ein Mix aus Klängen und abwechslungsreichen Rhythmen, die sich zu einem vermeintlichen Streitgespräch mit dem Trio entwickelten. Schließlich landeten sie wieder in ruhigem Fahrwasser, und die beiden Solisten ließen die Komposition unisono spielend ausklingen.

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