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Neumünster Zwölf Jugendliche stellen sich zur Wahl
Lokales Neumünster Zwölf Jugendliche stellen sich zur Wahl
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16:02 07.11.2019
Von Susanne Wittorf
Reger Austausch: Die Kandidaten für den Kinder- und Jugendbeirat informierten sich bei jetzigen Mitgliedern über die anstehende Arbeit. Quelle: Susanne Wittorf
Neumünster

„In Neumünster werden Kinder und Jugendliche ernst genommen“, berichteten Kemal Magarali, Maximilian Henningsen, Sofie Todt, Alice Hakimy und Marten Hosmann nach anderthalb Jahren Erfahrung als Mitglieder des KJB.

„Man muss zwar Zeit investieren“, sagte Maximilian Henningsen, „aber es fühlt sich gut an, wenn unsere Anträge in den Ausschüssen oder der Ratsversammlung auf Gehör stoßen und im Idealfall angenommen werden“, sagte der 16-jährige Schüler der Gemeinschaftsschule Brachenfeld. Seine erste Amtszeit verstehe er als „Lehrzeit“, nun möchte er „richtig loslegen und die Medienkompetenz an Schulen und den Klimaschutz voranbringen.“

Marten Hosmann (15) lobte die gute Zusammenarbeit untereinander. „Ich habe sehr viel über die Arbeit in den Ausschüssen gelernt“, resümierte der Schülersprecher der Hans-Böckler-Schule. Der Spaß an der politischen Arbeit habe ihn bewogen, sich zur Wiederwahl zu stellen. Marten Hosmann möchte den Busverkehr in Neumünster verbessern.

Rede- und Antragsrecht für Jugendbeirat

Für einen Sitz im KJB können sich Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren mit Wohnsitz in Neumünster bewerben. Celine Rose und Christopher Wulf scheiden aus Altersgründen aus. Auch sie berichteten am Dienstagnachmittag von ihren durchweg positiven Erfahrungen, verwiesen noch einmal auf das Rede- und Antragsrecht in den Ausschüssen und rieten den Neulingen: Redebedarf in der Ratsversammlung auf jeden Fall anzumelden. „Sonst kommt man nicht zu Wort“, so ihre Erfahrung.

Die „neuen“ Kandidaten nahmen die Tipps dankend an. Für Gamze Kara ist Inklusion ein wichtiges Thema. Die 18-jährige Kantschülerin möchte „die Stimme von Kindern und Jugendlichen in Neumünster sein, die anders nicht gehört werden.“

Für Inklusion, ein besseres Radwegenetz und gegen Rassismus

Halide Sherif (14) will sich für mehr Spiel- und Fußballplätze einsetzen, Laura Zimmermann (16) will sich für ein umweltbewussteres Neumünster stark machen und Luisa Grittner möchte das Radwegenetz verbessern. Die 16-jährige Schülersprecherin der Kantschule sieht im KJB eine „coole Möglichkeit, in unserem Alter politisch mitzuwirken“. Das sieht Mareinje Spiegel (14) genau so.

Meryem Sari (16) findet, dass die Stimme der Jugendlichen mehr Beachtung finden sollte. „Die Entscheidungen von heute beeinflussen unsere Zukunft“, sagte sie. Digitalisierung an den Schulen und der Kampf gegen Rassismus sind für Tina Zabeti (14) zwei wichtige Themen. In Neumünster wissen zu wenige Menschen über Rassismus Bescheid“, meinte die 14-Jährige.

15 Sitze, 12 Bewerber. Niemand muss um seine Wahl bangen.

Der Kinder- und Jugendbeirat wird in den Neumünsteraner Schulen gewählt. Vom 18. bis zum 22. November haben alle 5427 wahlberechtigten Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren die Möglichkeit ihre Stimme abzugeben. Um einen Sitz im neuen KJB muss niemand bangen: Auf 15 Sitze im Kinder- und Jugendbeirat kommen 12 Bewerber.

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