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Neumünster Jaron braucht eine Stammzellenspende
Lokales Neumünster Jaron braucht eine Stammzellenspende
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10:10 05.02.2020
Von Thorsten Geil
Jaron aus Boostedt bei Neumünster ist vier Monate alt und so schwer krank, dass er eine Stammzellenspende braucht. Quelle: Privat
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Boostedt

Jaron leidet unter Hämophagozytischer Lymphohistiozytose (HLH). Diese vererbte Krankheit greift unter anderem das Immunsystem an. Für seine Eltern ist das seit knapp zwei Wochen eine schlimme Gewissheit. Jaron wurde zunächst im Friedrich-Ebert-Krankenhaus in Neumünster behandelt und liegt mittlerweile im Uniklinikum Hamburg. Jaron ist ihr erstes Kind.

"Wir wollen nicht tatenlos zusehen"

Jarons Vater stammt von der Insel Rügen und hat eine Weile in Stralsund gelebt; darum hat er dort auch immer noch Freunde und Bekannte. Judith Kleversaat aus Stralsund, eine Freundin der Familie, ruft jetzt dazu auf, sich bei der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) registrieren zu lassen. „Wir sind fünf Mädels, die versuchen, zu helfen. Wir wollen nicht tatenlos zusehen“, sagt sie.

„Jaron ist so ein süßer Kerl"

Judith Kleversaat hat den kleinen Jaron schon im Arm gehabt, als noch niemand etwas von der schlimmen Krankheit wusste. „Das ist so ein süßer Kerl. Es ist wirklich Sünde, dass er diese Krankheit hat“, sagte sie.

In Stralsund hängen überall Plakate

Der Aufruf, den sie und ihre Freundinnen bei Facebook eingestellt haben, wurde schon mehr als 17.000 Mal gesehen. Dort heißt es: „Wir versuchen, so viele Menschen wie möglich für eine Registrierung bei der DKMS zu gewinnen. Bitte helft dem kleinen Jaron, wieder gesund zu werden!“ In Stralsund hängen sie auch überall Plakate auf, die für die Typisierung werben.

Typisierung in Boostedt geplant?

Die Welle der Hilfsbereitschaft ist auch schon bis nach Boostedt geschwappt. Dort beteiligen sich nach Auskunft von Judith Kleversaat auch mehrere Bekannte der Familie an der Hilfsaktion. „Ich habe gehört, in Boostedt soll auch eine Typisierungsaktion stattfinden“, sagte sie.

In Stralsund planen sie und ihre Freundinnen eine solche Aktion derzeit noch nicht, aber wenn sie in Boostedt startet, wollen die fünf Frauen dabei sein und mithelfen. Die letzte Typisierung in Neumünster war im Sommer 2019.

Judith Kleversaat hofft, dass die Menschen, die von der Not der Familie erfahren, sich selbstständig bei der DKMS melden. „Es funktioniert ganz einfach und kostet nichts“, wird im Aufruf geworben, „Stäbchen rein, Lebensretter sein“. Wer mitmachen möchte, kann sich über die DKMS die Utensilien für ein so genanntes Lebensretter-Set schicken lassen. Dazu gehört in erster Linie ein Wattestäbchen, mit dem man bei sich einen Wangenabstrich macht und es anschließend zur Analyse an die DKMS zurückschickt.

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