Kooperation mit Bücherei in Neumünster: Schüler sollen mehr lesen
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Kooperation mit Bücherei in Neumünster: Schüler sollen mehr lesen

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17:42 16.11.2020
Von Thorsten Geil
Klaus Fahrner, Leiter der Stadtbücherei Neumünster, hat die Verträge für die 20 Schulen in der Hand. Sie gehen jetzt in die Post. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Im September 2019 erteilte die Ratsversammlung der Stadt Neumünster per einstimmigem Beschluss der Stadtbücherei den Auftrag, nach Wegen zu einer dauerhaften Kooperation mit den allgemeinbildenden Schulen der Stadt zu suchen.

Zwei Pilotschulen sind in Neumünster am Start

In Zusammenarbeit mit zwei Rektoren hat die Bücherei daraufhin einen Mustervertrag entwickelt, mit dem jede Schule für sich ein festes Kooperationsmodell vereinbaren kann. Die Gartenstadtschule (eine Grundschule) und die Wilhelm-Tanck-Schule (WTS, eine Regionalschule) haben die Verträge schon fertig und gehen jetzt als Pilotschulen an den Start. Die anderen Schulen sollen folgen.

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Der Erste Stadtrat Carsten Hillgruber, Büchereileiter Klaus Fahrner und die beiden Schulleiter Ellen Naumann (Gartenstadt) und Sören Viohl (WTS) unterzeichneten die Verträge. Die verbindliche Vereinbarung über vier Jahre hat das große Ziel der Leseförderung. „Hoffentlich sind die Pilotschulen eine Art Initialzündung für viele weitere Verträge", sagte Carsten Hillgruber.

Schüler werden zum Lesen animiert

So ist beispielsweise vereinbart, dass Schüler die Stadtbücherei regelmäßig auch während des Unterrichts besuchen, um mit den Angeboten vertraut gemacht zu werden. Feste Ansprechpartner werden gegenseitig benannt, Lehrer werden Führungen angeboten, jährliche Treffen werden angesetzt, und die Projekte Ferienleseclub und Vorlesewettbewerb sollen noch besser in den Schulen verankert, die Schüler zur Teilnahme motiviert werden.

In Unterrichtsprojekten sollen die Recherche- und Medienkompetenz stärker thematisiert werden, damit die Schüler auch lernen, gefälschte Inhalte im Internet zu erkennen. Auf Wunsch kann jede Klasse zum "Freien Stöbern & Ausleihen" in die Jugendbücherei kommen. Die Lehrer können Medienboxen zu speziellen Unterrichtsthemen oder Klassensätze von Lektüren bei der Jugendbücherei in Auftrag geben.

Verträge mit 20 Schulen gehen jetzt in die Post

„Wir glauben, dass das ein gutes Projekt ist, um die Lesekompetenz zu fördern und die Mädchen und Jungen neugierig aufs Lesen zu machen“, sagte Büchereileiter Klaus Fahrner. Er hat gerade die Verträge für die 20 weiteren Neumünsteraner Schulen fertig gemacht. Sie gehen jetzt in die Post.

In Süddeutschland sind solche Kooperationen zwischen Schulen und Bibliotheken schon deutlich stärker verbreitet als im Norden. Fahrner: „Hier haben wir etwas aufzuholen.“ Jede Schule müsse aber selber entscheiden, ob sie die Vereinbarung unterschreibe.

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