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Neumünster Machtprobe mit dem OB um den Großflecken
Lokales Neumünster Machtprobe mit dem OB um den Großflecken
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17:57 21.03.2019
Von Thorsten Geil
Reinhard Ruge (FDP, von links), Jürgen Joost (LKR), Sven Radestock (Grüne) und Volker Andresen (SPD) wollen den Großflecken (im Hintergrund) so wie im November 2018 beschlossen. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Die Fraktionsvorsitzenden Volker Andresen (SPD), Sven Radestock (Grüne), Reinhard Ruge (FDP) und LKR-Ratsherr Jürgen Joost legen sich mit OB  Tauras an. Der bekommt Gegenwind wie noch nie in seiner gut neunjährigen Amtszeit.

Zufällige Parteien-Konstellation

Die Konstellation der Parteien ist ungewöhnlich, aber mehr oder weniger zufällig in der denkwürdigen Sonderratssitzung im November 2018 entstanden. Nach fünfstündigem Ringen um buchstäblich jeden Pflasterstein hatten diese vier Fraktionen beschlossen, wie der Großflecken nach fast 30 Jahren verändert werden soll – inklusive des Auftrags an die Verwaltung, im Frühjahr eine Feinplanung vorzulegen.

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OB will die große Platzfläche nicht anfassen

Das hat der OB nun getan, aber er hat zwei wesentliche Elemente gestrichen: Die große Pflasterfläche des Großfleckens soll nicht angerührt werden, und auch auf den fünf Meter breiten Fußgänger-Boulevard auf der Rathaus-Seite möchte er verzichten. Das würde bedeuten, die Parkplätze müssten dort nicht wegfallen. Stattdessen empfiehlt Tauras, nur die schlimmsten Stellen auszubessern, Sicherheit und Begehbarkeit zu verbessern und den schlimmen Radweg neu zu pflastern. Dafür bekommt er Applaus vom Handel und vom Stadtmarketing-Verein.

Fraktionen wollen den Beschluss wiederholen

Die vier Fraktionen sprachen gestern vor der Presse davon, der „Oberbürgermeister legt es gezielt auf eine Machtprobe mit der Selbstverwaltung an. Würden wir das durchgehen lassen, dann wären Beschlüsse der Ratsversammlung ab sofort Muster ohne Wert“.

Und sie machten sehr deutlich, dass sie dem OB in der Sitzung am 2. April nicht folgen, sondern ihren Beschluss bestätigen werden.

Tauras bleibt bei seiner Meinung

Olaf Tauras reagierte gelassen auf die Kritik. „Ich bleibe dabei: So wie beschlossen würde der Handel in der Innenstadt in der Bauphase massiv geschädigt. Ich habe das immer kritisch gesehen und im November nur für einen zügigen Beschluss geworben.“

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