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Neumünster Millionen für die alte Fabrik
Lokales Neumünster Millionen für die alte Fabrik
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16:44 08.08.2019
Von Thorsten Geil
Die alte Ribstein-Halle an der Kieler Straße wird saniert. Der Supermarkt, der im Vordergrund stand, ist abgerissen worden. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Das Gebäude der ehemaligen Tuchfabrik, der so genannten Ribsteinhalle, prägt das Straßenbild an Anschar- und Kieler Straße seit 1886. Mit den jetzt freigegebenen Fördermitteln von Bund, Land und Stadt kann das zurzeit leer stehende (und immer mehr verfallende) Gebäude erhalten und umfassend modernisiert werden, teilte das Innenministerium mit.

Das AJZ soll hier einziehen

Der nördliche Bau und ein Teil des zweigeschossigen Anbaus der ehemaligen Tuchfabrik werden zu einer Kinder- und Jugendeinrichtung mit Foyer, Café, Konzertsaal, Gruppenräumen und Bandproberäumen umgebaut; hier soll wie berichtet die „Aktion Jugendzentrum“ einziehen. Im verbleibenden Teil eines zweigeschossigen Anbaus sind gewerbliche Räume geplant, die zukünftig vorwiegend an Freiberufler und Künstler der Kultur- und Kreativwirtschaft vermietet werden sollen.

"Gewinn für die Stadt und die Menschen"

„Diese Maßnahme freut mich ganz besonders, da sie gleich mehrere wichtige städtebauliche Aspekte vereint: Zum einen kann mit den Städtebaufördermitteln ein Teil der Neumünsteraner Geschichte erhalten werden. Zum anderen entstehen die im Stadtteil dringend benötigte Jugendeinrichtung und auch Räumlichkeiten für die lokale Kultur- und Kreativwirtschaft in einer tollen Atmosphäre. Dies ist ein echter Gewinn für die Stadt und die Menschen“, erklärte Innenminister Hans-Joachim Grote.

Neben den Baumaßnahmen in der ehemaligen Tuchfabrik wird auch der Außenbereich umfassend umgestaltet. Die aktuell brachliegende Fläche wird zu einer öffentlichen Grünanlage mit Spielgeräten umgestaltet. „Damit gibt es in Zukunft für die Neumünsteraner eine neue attraktive Begegnungsstätte“, so der Innenminister.

Pläne reifen seit Jahren

Seit Jahren planen Stadtverwaltung und Ratsversammlung, die alte Halle zu sanieren und vor allem endlich das AJZ in das Vicelinviertel zu verlegen. 2016 fiel der Grundsatzbeschluss in der Ratsversammlung; zwischenzeitlich gab es heftigen Streit im Rat, weil die Kosten deutlich gestiegen waren. Mit dem Fördermittelbescheid gibt es nun endlich Klarheit, dass gebaut werden kann. Frühestens kann aber Anfang 2020 mit den Arbeiten begonnen werden.

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