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Neumünster Mobbing-Vorwürfe im Ratssaal
Lokales Neumünster Mobbing-Vorwürfe im Ratssaal
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13:19 06.11.2019
Von Thorsten Geil
Stadtbaurat Thorsten Kubiak (links) steht in der Kritik. Oberbürgermeister Olaf Tauras (vorn, mit Oliver Dörflinger und Carsten Hillgruber, verdeckt) soll ein Disziplinarverfahren einleiten. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

 Sven Radestock, Fraktionschef der Grünen, ging Gerd Kühl hart an: „Stoppen Sie endlich das Mobbing und hören Sie auf, die Autorität des Stadtrats zu untergraben. So kann die Verwaltung nicht ordentlich arbeiten.“

Planänderung ohne Wissen des Chefs

Der Auslöser der Debatte war da eigentlich schon vom Tisch. Beim derzeit laufenden Umbau des Helmut-Loose-Platzes zu einem Kreisverkehr ist die Einmündung zum Rüschdal schmaler gebaut worden als geplant (und von der Politik beschlossen). Das war von der Bauverwaltung offenbar gut gemeint und zur Sicherung der Kinder der angrenzenden Pestalozzischule gedacht, aber die Mitarbeiter hatten nicht einmal Stadtrat Kubiak über die geänderten Pläne informiert.

Das hatte Kubiak auch vor Tagen im Hauptausschuss deutlich gemacht, was als Kritik an den eigenen Mitarbeitern verstanden wurde und wiederum Gerd Kühl und andere Kommunalpolitiker aufgeregt hatte.

Lösung für den Helmut-Loose-Platz ist gefunden

Bei einem Ortstermin am Montag haben sich allerdings alle Beteiligten die Baustelle angesehen und sind zu einer einvernehmlichen Lösung gekommen, die im Ratssaal präsentiert wurde. Der Rüschdal wird auf 5,50 Meter verbreitert, die Einschwenkung gestreckt, weitere Parkplätze werden gebaut. Alle Beteiligten zeigten sich zufrieden.

„Da sind Dinge schiefgelaufen"

Auch Sven Radestock lobte die neue Lösung, mahnte aber an, die Verwaltung möge „das eigenmächtige Handeln ohne das Wissen des Stadtbaurats“ aufklären und Wiederholung ausschließen. Das sagte Oberbürgermeister Olaf Tauras auch zu. „Da sind Dinge schiefgelaufen, die wir aufarbeiten werden“, so Tauras.

"Mangelhafte Arbeit des Stadtbaurats"

Gerd Kühl ließ den Mobbing-Vorwurf von Radestock natürlich nicht auf sich sitzen und schoss zurück. „Ich lasse mir von Ihnen nicht vorwerfen, wie ich kritisiere. Die mangelhafte Arbeit des Stadtbaurats hätte in jedem Privatunternehmen schon längst zur Kündigung geführt.“

"Disziplinarverfahren gegen mich selbst"

Das letzte Wort in dieser Debatte hatte der Stadtbaurat selbst. Kubiak, der vor Monaten bereits offiziell seine „Überlastung“ beim OB angezeigt hatte, stellte sich vor seine Mitarbeiter. „Ich bin verantwortlich und diskreditiere keine Mitarbeiter. Aber ich verstecke mich auch nicht und werde die Reform der Bauverwaltung voranbringen“, sagte er und ließ ganz zum Schluss noch eine kleine Bombe platzen: Er, Kubiak, habe beim Oberbürgermeister ein Disziplinarverfahren gegen sich selbst angestrengt. Damit wolle er geklärt wissen, ob er eine Verfehlung begangen habe.

Zu Kubiaks Dezernat gehören auch die Kfz-Zulassung und die Führerscheinstelle. Dort hatte es zuletzt immer wieder geknirscht.

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