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Neumünster Das "Tuch+Technik" braucht mehr Geld
Lokales Neumünster Das "Tuch+Technik" braucht mehr Geld
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19:37 30.10.2019
Von Thorsten Geil
Blick in das Museum Tuch+Technik. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Bislang überweist die Stadt dem Museum pro Jahr 384.000 Euro. Davon müssen das Personal, die Ausstellungen und alle anderen Kosten bezahlt werden; hinzu kommen pauschal 20.000 Euro für die Unterhaltung des Gebäudes. Oberbürgermeister Olaf Tauras (CDU) und Stadtrat Carsten Hillgruber (SPD) schlagen nun vor, den Betriebskostenzuschuss in 2020 einmalig um 38.000 Euro (zehn Prozent) zu erhöhen und (dauerhaft) rund 48.000 Euro für eine weitere Vollzeitstelle zu zahlen.

Finanziell angespannte Situation in Neumünster

Die finanzielle Situation der Stiftung ist angespannt, seit 2010 der Zuschuss um zehn Prozent gekürzt wurde. „Die Kürzung wurde zwei Jahre später zwar zurückgenommen, aber wir haben damals unsere Reserven aufgebraucht. Davon haben wir uns bis heute nicht erholt“, sagt die Museumsdirektorin Astrid Frevert. Es sei sehr schwierig, die Einnahmen weiter zu erhöhen. Tauras und Hillgruber gehen in ihrem Antrag an die Ratsversammlung noch weiter: „Auf Sicht wäre die Liquidität der Stiftung gefährdet.“

Aus ihrer Sicht ist das T+T personell „im administrativen Bereich strukturell unterbesetzt“. Tauras und Hillgruber schlagen vor, zusätzliches Geld für eine Verwaltungskraft zur Verfügung zu stellen. „Wichtige Leitungsaufgaben, in der Betreuung der Sammlung und die inhaltliche Arbeit müssen derzeit hinter den Verwaltungstätigkeiten zurückstehen“, heißt es im Antrag der Verwaltung.

"Die Direktorin muss selber das Museum aufräumen"

Volker Andresen (SPD) sagte bei der Beratung im Hauptausschuss, es sei ein Armutszeugnis: „Unsere Museumsdirektorin hat keine Verwaltungskraft und muss spätabends selber das Museum aufräumen, das kann doch nicht sein.“ Stadtrat Hillgruber ergänzte, Astrid Frevert habe mehr als 200 Überstunden angesammelt und komme kaum noch zu ihrer Hauptaufgabe, nämlich das Museum weiterzuentwickeln.

"Eine halbe Stelle wäre plausibel"

Gerd Kühl (CDU) stellte in Frage, dass es gleich eine ganze Stelle sein müsse. „Es ging doch zehn Jahre auch ohne. Eine halbe Stelle wäre plausibel. Wir möchten bis zur Ratssitzung eine genaue Begründung für diese Wünsche“, sagte der Vorsitzende des Ausschusses.

Der Finanzausschuss hatte zuletzt ähnliche Fragen gestellt und die Erhöhung abgelehnt. Der Kulturausschuss dagegen hatte zugestimmt und sogar eine jährliche Erhöhung der Gebäudeunterhaltung von zwei Prozent verlangt. Endgültig entscheidet der Rat am 5. November.

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