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Neumünster Mysteriöse Störung bei der Bahn
Lokales Neumünster Mysteriöse Störung bei der Bahn
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06:36 27.04.2018
Von Thorsten Geil
In Wasbek sind seit Montag alle fünf Bahnübergänge nach einem Blitzschlag gestört. Die Nordbahn-Züge müssen sich hineintasten, lange Wartezeiten sind die Folge. Quelle: Thorsten Geil
Wasbek

Die Wasbeker brauchen seit Montag viel Geduld, wenn sie einen der fünf Bahnübergänge in der Gemeinde überqueren wollen. In der Gewitter-Nacht zu Montag hat ein Blitzschlag die empfindliche Technik gestört.

Um 5 Uhr ging am Montag die Störungsmeldung bei der Bahn ein. Da die fünf Übergänge auf einer Strecke von nur 1,5 Kilometern liegen und technisch miteinander verknüpft sind, gingen alle in den Modus „Störung“. Den bekommen die Lokführer der Nordbahn, die hier zwischen Neumünster und Heide unterwegs sind, in ihr Cockpit eingespielt.

Wenn die Schranken eines Bahnübergangs nicht geschlossen werden können, schreiben die Vorschriften der Bahn zwingend diesen Ablauf vor: „Der zuständige Fahrdienstleiter erteilt dem Triebfahrzeugführer den schriftlichen Befehl, vor dem entsprechenden Bahnübergang zu stoppen. Durch das Andreaskreuz ist die Vorfahrt für Schienenfahrzeuge klar geregelt. Der Triebfahrzeugführer gibt ein Hupsignal und fährt langsam im Schritttempo auf den Übergang. Wenn die Lok auf dem Überweg steht, ist dieser gesichert. Der Zug fährt dann normal weiter.“

Darum hupen die Züge in Wasbek seit Montag Tag und Nacht, stehen eine gefühlte Ewigkeit vor und auf den Übergängen und sorgen damit für lange Wartezeiten auf den Straßen und für Verspätungen der Züge von meist fünf bis zehn Minuten.

Doch es wurde noch kurioser: „Die Störung hatten wir durch den Austausch von defekten Bauteilen schnell behoben, aber wenige Stunden später trat ein neuer Fehler auf“, sagte Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst. Das hatte zur Folge, dass die Lokführer weiterhin das Störungs-Signal bekamen und sich entsprechend verhalten mussten, obwohl für die Autofahrer das Rotlicht anging und sich die Schranken ordnungsgemäß schlossen.

„Die Deutsche Bahn bemüht sich, auch diesen Schaden schnellstmöglich zu beheben“, sagte Sabine Brunkhorst gestern auf Anfrage.

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