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Neumünster „NMS“ heißt Nette Menschen Sehen
Lokales Neumünster „NMS“ heißt Nette Menschen Sehen
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19:27 17.04.2019
Von Thorsten Geil
Dorothea Jahner ist Seniortrainerin und zeigt ihre Faltblätter. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Das Team der Seniortrainer entstand 2004 aus einem Modellprogramm des Bundes-Familienministeriums. „Ziel war und ist, die Erfahrung von älteren Menschen nach deren Ende des Berufslebens weiter zu nutzen. Die im Laufe eines Lebens erworbenen Fähigkeiten sollen im bürgerschaftlichen Engagement vor allem an Jüngere weitergegeben werden“, sagt die pensionierte Lehrerin, die von Anfang an dabei war. Heute gibt es etwa 20 Seniortrainer, die ihre eigenen Projekte verfolgen, unterstützt vom Seniorenbüro.

Es begann mit einem Kochbuch

Angefangen hat es mit einem Kochbuch, dessen Erlös von fast 10.000 Euro in soziale Projekte des Vicelinviertels floss. Viele weitere Ideen und Maßnahmen folgten. „Jeder Trainer sucht sich sein eigenes Projekt aus den Bereichen Soziales, Sport, Kultur oder der Betreuung von Kindern oder Flüchtlingen und bringt es dann anderen nah“, sagt Dorothea Jahner.

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"Nette Menschen Sehen"

Ihr neues Projekt ist eine Klammer um die anderen aktuellen Maßnahmen mit dem Titel „NMS“ (Nette Menschen Sehen). Sie hat sechs Faltblätter entwickelt, die jeweils ein Projekt vorstellen. Das sind die Kulturtafel, die Bücherzelle im Rathaus, die Hörzeitung für Blinde, das Sozialpraktikum, das Projekt „Buchstart“ und die Gruppe „Plattdüütsch in Gorland“. Alles sind für sie Projekte mit Anspruch auf Nachhaltigkeit. Bei der Gestaltung der Faltblätter hat ihr der Designer Theo Färber geholfen.

"Das darf einfach nicht sein"

Dorothea Jahner möchte damit die Ehrenamtlichen in Gänze würdigen, sichtbar machen. Aber sie möchte auch einem unangenehmen Trend entgegenwirken: „Es ist so schlimm, dass immer häufiger Helfer, Sanitäter, Krankenschwestern oder Ärzte bei ihrer Arbeit behindert oder sogar körperlich angegriffen werden. Das darf einfach nicht sein.“

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Thorsten Geil 17.04.2019
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