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Neumünster Nächstes Jugendcamp in Gravesham
Lokales Neumünster Nächstes Jugendcamp in Gravesham
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14:46 02.12.2015
Von Sabine Nitschke
Hans Iblher in seinem Element: Beim ersten Jugendcamp im Sommer mit Nachwuchs aus den Partnerstädten begrüßte er die Delegation aus dem polnischen Koszalin. Quelle: Karsten Leng
Neumünster

„Ich hab mir damals gedacht: Wenn dieser Ball so weitergegeben wird, dann hat’s geklappt“, berichtete er jetzt im Hauptausschuss. Der schlug ihn der Ratsversammlung prompt einstimmig auf weitere vier Jahre für das Ehrenamt als Partnerschaftsbeauftragter vor. Was der gebürtige Stuttgarter entwaffnend ehrlich kommentierte: „Ich mach’s. Aber ich reiß mich nicht drum.“

 Der 72-jährige ehemalige Rektor der Vicelinschule, der sich immer noch um die Integrationsarbeit in Neumünsters Multikulti- und Brennpunktviertel verdient macht, hat den Partnerschaften seine Handschrift verpasst. Mit seiner auf Menschen zugehenden Persönlichkeit revitalisierte er die Partnerschaften, organisierte zum Auftakt des Geburtagsfestes 888 Jahre Neumünster das Konzert mit der Stanislaw-Moniuszku-Philharmonie in der Stadthalle – und eben jenes Jugendcamp.

 „Mit welcher Begeisterung die jungen Leute bei den Aktivitäten wie Kanu-Ausflug, Hochseilgarten und Flüchtlingsprojekt oder auch beim Vokabellernen dabei waren, das ist mir richtig zu Herzen gegangen. Ich hätte mir mehr Beteiligung der Ratsmitglieder gewünscht“, schrieb er der Politik ins Stammbuch. Und zeigte als Beweis im Ausschuss ein Video, das polnische Schüler über das Camp bei You Tube eingestellt haben.

 Städtepartnerschaft bedeutet für Hans Iblher „konkrete Friedenspolitik, mehr Verständnis für einander“. Das nächste Projekt, um „The other way of life“ genauer zu ergründen, ist bereits angeschoben. Um die jeweiligen Rechtsvorstellungen besser kennenzulernen, wird ein Meeting von Rechtsanwälten aus Neumünster und Gravesham vorbereitet.

Gleich vier Enkel und fünf Urenkel waren angereist zur Verlegung der sechs Erinnerungs-Stolpersteine für die jüdischen Familien Weißbaum und Hopstein. Und so kam es am Kuhberg 27 während der Aktion des Kölner Künstlers Gunter Demnig zu einem veritablen Menschenauflauf.

Sabine Nitschke 01.12.2015

„Eine Aufnahme dauerhaft unterzubringender Flüchtlinge kommt für Neumünster nur dann in Frage, wenn die Kapazitäten der Erstaufnahme auf ein verträgliches Maß reduziert worden ist.“ Mit diesen Statement hat Oberbürgermeister Olaf Tauras jetzt auf den Änderungsentwurf der Landesaufnahmeverordnung reagiert.

Sabine Nitschke 01.12.2015

Einen handfesten Streit hat es in der Nacht zum Dienstag in der Erstaufnahmeeinrichtung in Neumünster gegeben. In der Flüchtlingsunterkunft war es zu einem Streit unter vier Irakern im Alter zwischen 20 und 31 Jahren gekommen. Die Ursache ist noch unklar, fünf Streifenwagen rückten aus.

KN-online (Kieler Nachrichten) 01.12.2015