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Neumünster Fotos, die um die Welt gingen
Lokales Neumünster Fotos, die um die Welt gingen
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09:08 03.11.2019
Von Thorsten Geil
"Der Sozialismus ist die beste Prophylaxe": Die Fotos aus der DDR-Zeit sind im Museum Tuch+Technik zu sehen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Die überwiegend in Schwarz-Weiß gehaltenen Aufnahmen dokumentieren Widerstandsmomente im Osten zwischen 1978 und 1991: Von den ersten Protesten streikender Arbeiter auf der Lenin-Werft in Danzig über die ersten Friedensgottesdienste in Dresden bis zur Entmachtung von Michael Gorbatschow durch Boris Jelzin.

Am 9. November war Schmitt im Urlaub

„Um den 9. November 1989 herum, als die Mauer fiel, war Harald Schmitt im Urlaub, darum sind aus Berlin wenig Fotos dabei“, sagte Museumsdirektorin Astrid Frevert. Aber seine Bilder aus Polen, Moskau, Prag und anderen Städten des damaligen Warschauer Paktes zeigten „das Gespür für den richtigen Augenblick“, sagte sie.

Bilder gingen um die Welt

Viele seiner Bilder gingen um die Welt; ein Teil von ihnen ist jetzt in Neumünster zu sehen. Harld Schmitt (71) war von 1977 bis 1983 für den „Stern“ in der DDR akkreditiert. Da er mehrfach ohne Genehmigung fotografiert hatte, wurde die Zulassung nicht verlängert. Bis 2009 war er beim Stern angestellt. Seit 2011 ist er freier Fotograf in Hamburg

Die Wanderausstellung des Hauses der Geschichte in Bonn ist ausgeliehen und wird bis zum 2. Februar 2020 im Tuch+Technik zu sehen sein. Sie eignet sich nach Einschätzung von Astrid Frevert auch gut für den Geschichts-Unterricht. Klassenbesuche können unter Tel. 04321/559580 angemeldet werden.

Harald Schmitt kommt nach Neumünster

Harald Schmitt kommt am Freitag, 13. Dezember, nach Neumünster. In der Veranstaltungsreihe „Museum zum Kaffee“ möchte er von 15 bis 17 Uhr im Museum über seine Fotos und seine Erlebnisse in der Zeit des Umbruchs mit den Neumünsteranern ins Gespräch kommen.

Immer informiert: Nachrichten aus Neumünster

Vor gut einem Jahr gründete sich die Sammlungsbewegung „Aufstehen“ für soziale Gerechtigkeit. 170.000 Unterstützer ließen sich registrieren. Danach wurde es still um die „bunten Westen“. Am Sonnabend riefen die Ortsgruppen bundesweit zu Demonstrationen für eine menschenwürdige Grundsicherung auf.

Susanne Wittorf 02.11.2019

Es ist ein besonderes Kapitel der Geschichte deutscher Vetriebener, wenn sich im Jahr 2019 eine neue Ortsgruppe der Landsmannschaften gründet. Zwölf Russlanddeutsche riefen im August in Neumünster eine Ortsgruppe ins Leben. Die Vorsitzende Natali Schnar spricht über Arbeit und Ziele der Gruppe.

Clemens Behr 02.11.2019
Neumünster Neumünsteraner Appell Die ersten 1000 machen mit

Der „Neumünsteraner Appell“ hat das erste Etappenziel erreicht: Mehr als 1000 Bürger und Unternehmen haben sich in die Liste eingetragen und unterstützen damit das Ziel, Neumünster zum Hochschulstandort zu machen. Ratsfrau Esther Hartmann (Bündnis für Bürger) trug sich als 1000. Unterstützerin ein.

Thorsten Geil 02.11.2019