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Neumünster Neue Wartehäuschen geplant
Lokales Neumünster Neue Wartehäuschen geplant
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16:09 25.09.2015
Von Sabine Nitschke
Ähnlich schlicht wie ihre Vorgänger (hier in der Plöner Straße) und damit Platz sparend, was den Bürgersteig angeht, soll die neue Generation von Neumünsters Buswartehäuschen ausfallen. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

Die Unterstände sind mit 25 Jahren allmählich ins Seniorenalter gekommen. „Wenn durch Vandalismus oder Unfälle Scheiben zu Bruch gehen und neue eingesetzt werden, stellt sich das Problem: Technische Details der Halterungen werden heute so gar nicht mehr hergestellt und müssen aus alten Lagerbeständen ersetzt werden“, erklärte Stadtplaner Detlev Schulz, als er für die Fortschreibung des 2. Regionalverkehrsplanes im Beirat Gartenstadt vorstellig wurde, um Bürger-Anregungen einzusammeln.

 Größter Wunsch: eine Direktanbindung per ÖPNV an einen der umliegenden Nahversorger. „Damit wir nicht erst zum ZOB fahren und dort auf eine andere Linie umsteigen müssen“, sagte Beirat Martin Krieger unmissverständlich.

 Bisheriger Wartehäuschen-Partner der Stadt Neumünster ist die Ströer Medien GmbH Deutsche Städtereklame. Das Geschäft läuft so: Die Firma stellt die von der Stadt ausgesuchten Unterstände, reinigt, repariert und hält sie instand, zahlt zudem einen vertraglich ausgehandelten Pachtzins. Im Gegenzug erwirbt sie das Exklusivrecht für die Werbung im öffentlichen Raum in Neumünster, an den Wartehäuschen und rund 100 großflächigen Plakatwänden. Die Stadt hat jetzt ein Interessenbekundungsverfahren ausgeschrieben, das einen neuen Geschäftspartner bescheren könnte.

 Die rund 250 Haltestellen im Stadtgebiet sind mit 73 Unterständen (dazu kommen noch zehn aufwändiger gestaltete in städtischer Regie) bestückt. Deren „Schlichtheit“ hat durchaus ihre Vorteile: Sie verbrauchen wenig Fläche, die schließlich vom Bürgersteig „abgeknappst“ werden muss, gewähren dem Busfahrer guten Blick auf die Wartenden. Bei Sitzgelegenheit im Häuschen soll es möglichst bleiben, Beleuchtung dito. Angedacht: eine Echtfahrzeiten-Anzeige bei Verspätungen.

 Sache der Stadt bleibt die „Ertüchtigung“ der Haltestellen durch barrierefreie Erhöhung (Bus-Kaps) und der Einbau Taststreifen. Das sind farblich abgehobenen, geriffelten Betonplatten, die Sehbehinderten mit Taststab den Weg zum Buseinstieg erleichtern. 60 Prozent der Haltestellen sind damit bereits bestückt.

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