Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Neumünster Tempo 30 für die Roonstraße?
Lokales Neumünster Tempo 30 für die Roonstraße?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:16 20.04.2018
Von Thorsten Geil
Brennpunkttour des ADFC: Vor dem Bahnhof stehen nach Ansicht des Clubs zu viele Fahrradleichen. Sie sollten entfernt werden. Quelle: Thorsten Geil
Anzeige
Neumünster

Seit vielen Jahren lädt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Neumünster die Kommunalpolitiker und die Stadtverwaltung alljährlich zur „Chancen- und Brennpunkte-Tour“ ein. Dabei zeigen die Vielfahrer den Leuten im Rathaus immer wieder neue Stellen, die für Radler unpraktisch, unkomfortabel oder sogar gefährlich sind. Das lief am Donnerstagabend für die Teilnehmer der Bauverwaltung glimpflich ab, aber die Beispiele sind dem ADFC-Vorsitzenden Kurt Feldmann-Jäger und seinen Leuten natürlich nicht ausgegangen.

Als erstes zeigte der Vorsitzende den etwa 30 (Rad fahrenden) Teilnehmern die Situation vor dem Bahnhof. Dort stehen seiner Meinung nach einfach zu viele „Fahrradleichen“ herum, die niemand mehr abholt und den Pendlern die Plätze an den Fahrradständern nehmen. „Das wäre doch eine schöne Aufgabe für den Kommunalen Ordnungsdienst“, sagte Feldmann-Jäger.

Anzeige

Der ADFC zeigt der Stadt die Gefahrenstellen für Radler

In der Viktoriastraße beginnt stadtauswärts eine mehrere 100 Meter lange Strecke mit mehreren Gefahrenstellen für Radfahrer. Die ADFC-Leute haben hier schon häufig Autofahrer erlebt, die noch bei Rot in die Rendsburger Straße einbiegen und nicht nur die Radler gefährden. In der schmalen Viktoriastraße kommt es häufig zu gefährlichen Situationen, auch mit spielenden Kindern. „Hier sollte bis zur Färberstraße dringend Tempo 30 angeordnet werden“, bemängelt Feldmann-Jäger.

Weiter stadtauswärts, auf der Roonstraße, werden Radler oft durch überholende Autos gefährdet. In Höhe des Ansgarstiftes wird oft geparkt, obwohl es verboten ist. Dort steht zwar kein Verbotsschild, aber neben der durchgezogenen Linie bleiben keine drei Meter Fahrstreifen.

Autofahrer scheinen besorgter um die Autospiegel als um die Radfahrer

Zwischen Färberstraße und Hansaring parken oft Autos mit zwei Rädern auf dem Radweg, offenbar um ihre Außenspiegel vor überholenden Autos in Sicherheit zu bringen. Auch hier schlägt der ADFC regelmäßige Kontrollen und Knöllchen vor.

Zum Abschluss der Brennpunkte-Tour erneuerte der ADFC eine alte Forderung: Die Carlstraße sollte auch jenseits der Roonstraße als Fahrradstraße fortgeführt werden.

Stephan Ures 20.04.2018
Thorsten Geil 19.04.2018
Thorsten Geil 19.04.2018