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Neumünster Ämterlotsen nehmen Angst vor Formularen
Lokales Neumünster Ämterlotsen nehmen Angst vor Formularen
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16:15 25.01.2019
Von Susanne Wittorf
Diakonie-Geschäftsführer Heinrich Deicke dankte den Ämterlotsen für ihr großes Engagement. Quelle: Susanne Wittorf
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Neumünster

Jetzt dankten Heinrich Deicke, Geschäftsführer der Diakonie Altholstein, und Stadtrat Carsten Hillgruber den Ehrenamtlern für ihr großes Engagement und die niedrigschwellige Hilfe. „Wir als Behörde profitieren sehr von ihrer Arbeit“, unterstrich Hillgruber. Gerade die hervorragende Kooperation mit der Schuldnerberatung sei hier zu nennen. „Toll, dass sie sich engagieren“, sagte der Stadtrat.

"Hohe Wertschätzung"

„Wir erfahren hohe Wertschätzung sowohl von den Hilfesuchenden als auch von den Mitarbeitern auf den Behörden“, sagte Uwe Dorendorf. Als Mann der ersten Stunde engagiert sich der Neumünsteraner seit zehn Jahren als Ämterlotse - anfangs als Koordinator und seit vier Jahren im direkten Kontakt mit Hilfe suchenden Menschen.

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Früher auf der anderen Seite des Schreibtischs

„Wie viele andere Ämterlotsen saß ich früher auf der anderen Seite des Schreibtisches“, erzählte der pensionierte Banker. Durch diese Erfahrung habe er viel Verständnis für beide Seiten erworben – für Antragsteller wie für Sachbearbeiter. „Oft nehmen wir eine vermittelnde Rolle ein. Wir verfügen über Fachkenntnisse und verstehen die  Notlagen der Menschen“, sagte Dorendorf.

Als Geburtsstunde der Ämterlotsen gilt die Einführung der Hartz-Gesetze (2003 - 2006), als viele Betroffene plötzlich vor Bergen unverständlicher Antragsformulare standen.

"Auf fast alle Behörden ausgeweitet"

„Die Hilfestellung bei Jobcenter-Bescheiden hat sich im Laufe der Jahre auf fast alle Behörden ausgeweitet“, sagte Bernd Fedder. Der ehemalige Krankenkassenangestellte ist seit seiner Pensionierung vor sieben Jahren in   Bordesholm tätig. „Während meines Berufslebens habe ich den Umgang mit den unterschiedlichsten Menschen gelernt und meine Scheu vor Formularen verloren“, sagt Fedder.

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