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Neumünster Der Rollator gibt ein Stück Freiheit
Lokales Neumünster Der Rollator gibt ein Stück Freiheit
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17:58 27.03.2018
Von Thorsten Geil
Trainerin Cornelia Schlick geht hinter zwei älteren Damen her und gibt Hilfestellung, wenn sie mit dem Rollator ein Hindernis überwinden müssen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Die einen fahren mit ihrem dicken Geländewagen auf eine Teststrecke, die anderen mit ihrer Gehhilfe in den Rollatorpark Neumünster. Den gibt es seit fast zwei Jahren, und er hat bereits unzähligen Senioren auf dem Weg in den Alltag geholfen.

Unterschiedliche Strecken und Hindernisse

Gewisse Ähnlichkeiten mit einer SUV-Teststrecke sind nicht von der Hand zu weisen: Auch im Rollatorpark am Seniorenheim Haus Berlin gibt es ganz unterschiedliche Wegstrecken – Kopfsteinpflaster, Kies und Schotterweg. Eine Steigung (sechs Prozent) ist integriert, eine Stolpferfalle (Gullydeckel), eine Slalomstrecke und so alltägliche Hindernisse wie eine große Gartenpforte, Bodenwellen, Rasengittersteine, Bordsteinkanten und eine Treppe mit fiesen Stufen.

Die Erfinderin des Parks, Cornelia Schlick, drückt es lieber so aus: „Das ist wie ein Verkehrsübungsplatz für Rollatoren.“ Die Leiterin der Fachschule für Motopädagogik hat 2015 das Konzept für das rund 100 Quadratmeter große Gelände geschrieben. Sie war beteiligt, als in allen Stadtteilen die Wünsche von Senioren erfragt wurden und Rollator-Übungsgruppen entstanden. Dann kam ihr die Idee für ein dauerhaftes Übungsgelände, und mit der Geschäftsleitung des Hauses Berlin fand sie sofort Verbündete. Das Heim stellte auf seinem Grundstück den Platz zur Verfügung, ließ den Übungsplatz bauen und überließ ihn 2016 den Neumünsteranern zur kostenlosen Nutzung.

Mobilität wichtig im Alltag

Den meisten Senioren ist ihre Mobilität enorm wichtig. „Da ist der Rollator ein freundlicher Begleiter im Alltag. Er hat aber, besonders bei Männern, immer noch ein Imageproblem. Aber für viele Menschen ist er einfach nicht mehr wegzudenken“, sagte Cornelia Schlick. Er gibt Sicherheit beim Gehen, transportiert die Handtasche und den kleinen Einkauf, und der Besitzer hat seine sichere Sitzgelegenheit für ein Päuschen immer dabei. Viele Senioren trauen sich nur wieder aus dem Haus, weil sie einen Rollator haben. Er gibt ihnen eine Stück Freiheit zurück.

Wichtig ist nur, dass man einmal den richtigen und sicheren Umgang mit dem Gerät gelernt hat, ihn richtig einzustellen weiß, damit bremsen kann und ihn zusammenklappen kann. Das kann man im Rollatorpark lernen, mit oder ohne Begleitung. Cornelia Schlick gibt hier Kurse, erklärt die Geräte und die Unterschiede in den verschiedenen Preisklassen (etwa von 50 bis 500 Euro).

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