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Neumünster Berührende Briefe vor der Hinrichtung
Lokales Neumünster Berührende Briefe vor der Hinrichtung
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09:00 27.10.2018
Von Thorsten Geil
Eduard Müller. Quelle: Kirchenarchiv
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Neumünster

Am 10. November wird ab 18.30 Uhr im Eduard-Müller-Haus an der Linienstraße 3 an sein Leben und seinen Tod erinnert – in einer "Matinee am Abend". Dabei wird – musikalisch begleitet – aus den Briefen vorgelesen, die Müller in der Zeit seiner Haft und des Wartens auf seine Hinrichtung geschrieben hat.

"Diese Briefe sind nicht nur ein außerordentlich bewegendes Zeugnis seines Denkens und Fühlens, sondern auch von einer theologischen Tiefe. Die hätte man einem so jungen Priester unter normalen Umständen so nicht zugetraut", teilte die Gemeinde mit.

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Eduard Müller ist Namensgeber des Gemeindehauses und ebenfalls der neuen Pfarrei, die vom kommenden Jahr an von Flintbek bis nach Kaltenkirchen reichen und über 16000 Katholiken zusammenfassen wird.

Müller und die beiden anderen katholischen Kapläne Johannes Prassek und Hermann Lange sowie der evangelische Pastor Karl Friedrich Stellbrink hatten sich gegen die Nazis gestellt. Für sie war das Leben als Christ nicht mit dem Nationalsozialismus vereinbar. Sie agierten mit verbotenen Mitteln, wurden verraten, verurteilt und durch das Fallbeil hingerichtet.

2011 wurden die drei Katholiken vom Papst selig gesprochen. Zu Ehren der vier Lübecker Märtyrer hat die Post gerade eine Sondermarke herausgegeben.

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