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Neumünster Finanzkrise: SWN sehen erste Erfolge
Lokales Neumünster Finanzkrise: SWN sehen erste Erfolge
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06:50 01.08.2018
Von Thorsten Geil
Foto: Das Kraftwerk der Stadtwerke Neumünster an der Bismarckstraße, von der Max-Johannsen-Brücke aus gesehen.
Das Kraftwerk der Stadtwerke Neumünster an der Bismarckstraße, von der Max-Johannsen-Brücke aus gesehen. Quelle: Sabine Nitschke
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Neumünster

Schmelzle und Junker hatten bei den SWN vor einigen Wochen für 2017 einen Verlust von 5,5 Millionen Euro vermeldet. Den hatten sie unter anderem mit Problemen im Stromvertrieb und in der Sparte Telekommunikation (Breitband) begründet. Gleichzeitig kündigten sie an, in mehreren Bereichen gegensteuern zu wollen.

Die beiden Geschäftsführer, im Amt seit Anfang 2017, haben sich zwei Schwerpunkte vorgenommen: Sie wollen neue Kunden „durch attraktive neue Produkte, Dienstleistungen und Services gewinnen“. Intern konzentriere man sich auf Kostensenkung und Planbarkeit durch Effizienzsteigerung, Prozessoptimierung und Digitalisierung.

Bereits in diesem Jahr hätten sie eine dauerhafte Kostensenkung von 4,4 Millionen Euro erreicht. In den nächsten zwei Jahren soll der dauerhafte Effekt auf 8 Millionen Euro steigen, so das Ziel.

Dafür ist ein Paket mit 190 Maßnahmen geschnürt worden, von denen schon mehr als 100 umgesetzt werden, so die SWN. Die übrigen Maßnahmen würden noch mit den Aufsichtsgremien und dem Betriebsrat abgestimmt. Das Spektrum der Kostenreduktion reicht von Prozessoptimierungen bei der Telekommunikation über Insourcing von Leistungen bis zur Nachverhandlung von Verträgen und auch der Verschiebung von Investitionen.

Ein Wermutstropfen ist aber auch dabei: Auch das Jahr 2018 wird noch mit einem Verlust abschließen. Junker: „Die Einspareffekte reichen für 2018 aber noch nicht aus, um schwarze Zahlen zu schreiben.“ Das erste Halbjahr 2018 weise zwar einen Gewinn von 1,4 Millionen auf, aber nach aktueller Hochrechnung werde am Jahresende ein Minus von 2,7 Millionen in der Bilanz stehen.

Sabine Nitschke 31.07.2018
Thorsten Geil 31.07.2018
Thorsten Geil 31.07.2018