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Neumünster Gedenktafel für Erschossenen
Lokales Neumünster Gedenktafel für Erschossenen
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17:17 05.12.2016
Von Sabine Nitschke
Der 16-jährige Henrich Schulz aus Bordesholm dübelte, assistiert von Stadtteilvorsteher Sven Radestock (rechts) und Pastor Christian Dahl die Gedenktafel für den Erschossenen aus dem Todesmarsch von 1945 fest. Quelle: Sabine Nitschke
Neumünster

„Ihr könnt heute in Deutschland frei Eure Meinung sagen und Euch politisch engagieren“, appellierte Einfelds Stadtteilvorsteher Sven Radestock an die Schüler der 10. bis 12. Jahrgänge der Schule. Hier an der Kieler Straße/Industriestraße soll der Mann, vermutlich ein russischer Kriegsgefangener von NS-Schergen erschossen worden sein. 800 Gefangene waren, total entkräftet und frierend, damals vom 12. bis zum 15. April unterwegs.

 Zu ihnen gehörte auch der streitbare Brachenfelder Landwirt Wilhelm Wulff. Unter dem Vorwand, dass er angeblich eine ausgebombte Frau aus Neumünster nicht aufgenommen habe, kam er zunächst hier ins Gefängnis, dann nach Fuhlsbüttel. „Im Kieler Lager Nordmark stand er bereits auf der Liste für ein Vernichtungslager. Das Leben hat ihm gerettet, dass er als einziger mit dem Pferdegespann des Lagerleiters umgehen konnte“, berichtete den Schülern seine Enkelin Maren Schmidt.

 Auf der Alten Obstwiese pflanzten die Schüler am Montag weitere Bäume mit Tafeln, damit die Namen von damals nicht vergessen werden. Einen Apfelbaum für die längst in den USA lebende Claire Goldstein. „Ich dachte oft, ich kann nicht mehr laufen, aber dann hat meine Mutter mich stets gedrängt“, schrieb sie nach Neumünster.

Bombenalarm am Franz-Rohwer-Platz in Neumünster: Am Montag gegen 12 Uhr benachrichtigte ein Steuerberater die Polizei, dass zwei ihm unbekannte Männer in seiner Kanzlei in einer Villa am Franz-Rohwer-Platz einen schwarzen Koffer abgegeben hätten und ohne Kommentar verschwunden seien.

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