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Neumünster Innenstadt wird Großbaustelle
Lokales Neumünster Innenstadt wird Großbaustelle
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17:23 29.01.2014
Von Sabine Nitschke
Der Konrad-Adenauer-Platz vor dem Bahnhof wird im Zuge des ECE-Neubaus neu überplant. Quelle: König
Neumünster

„Es beginnt mir der Verlegung eines 110-Kilovolt-Kabels einmal fast rund um das Areal herum. Die Neuverlegung wird nötig, weil eine Trasse unter dem später überbauten Teil der Fabrikstraße nicht möglich ist“, erläuterte Tiefbauamtschef Ralf Schnittker. Die gute Nachricht: Von der vollständig offenen Baugrube sind nur Gehwege betroffen. Die Arbeiten will ECE so früh wir möglich starten.

Nach der Holstenköste soll der Knotenpunkt Bahn-/Fabrikstraße in Angriff genommen werden; hier plant der Investor ECE die zentrale Anlieferung. Ob gleichzeitig ein erst am Montag festgestellter Kanalschaden beseitigt wird, ist noch unklar. Danach ist die Stadt zuständig für Ausbau/Deckensanierung der Bahnhofstraße (Fabrikstraße bis Stadthalle). Auf ganze sechs Monate angesetzt ist der Umbau des fünfarmigen Knotenpunktes Schleusberg an der Stadthalle, den wiederum ECE bezahlt.

Ebenfalls auf sechs Monate angesetzt ist die Öffnung der Schleusau in Höhe des Museums. „Für die Dauer der Arbeiten erfolgt eine halbseitige Sperrung. In Richtung Innenstadt fließt der Verkehr über den Schleusberg, auswärts über die Wasbeker Straße“, erläuterte Schnittker. Das Rammen der Spundwände zu Beginn geht mit Vollsperrung einher. Diese Maßnahme fällt zeitlich mit dem „Knoten“ zusammen. Die von den Stadtwerken geplante Fernwärmeleitung Am Teich/Schleusberg muss auf das Jahr 2018 verschoben werden. Überlegt wird, die Leitung in der Teich-Böschung zu verlegen.

Über die Verkehrsführung auf dem Konrad-Adenauer-Platz muss die Politik bis April entscheiden. „Falls die große Lösung mit dem Ausbau eines ovalen Kreisverkehrs kommt, wäre eine Umsetzung erst 2015 möglich“, überlegte Schnittker. Und dann bleibt noch der Ausbau des Knotens Kuhberg/Gänsemarkt, der nicht zuletzt davon abhängen wird, wie das Bürgervotum zur Großflecken-Beruhigung im Mai ausfällt.

„Für den Anlieferverkehr der ECE-Baustelle haben wir vier Ladezonen vorgegeben“, kündigte Schnittker an. Aus Norden anfahrbar ist der Gänsemarkt, wo für die Baulaster allerdings nur ein Rechtsabbiegen in die Straße Am Teich möglich sein wird. Von Süden und Norden anfahrbar soll die Zone an der Stelle sein, wo der öffentliche Teil der Fabrikstraße enden wird. Ebenfalls von Norden und Süden fließt der Bauverkehr zur Zone an der katholischen Kirche. Von der Rendsburger Straße zu erreichen ist die Ladezone an der Kaiserstraße. Schnittker: „Wenn beim Ausbau des Adenauer-Platzes die große Lösung greift, bekommen wir hier allerdings ein Problem.“

Mit dem Abbruch des Parkhauses Kaiserstraße soll in der achten Kalenderwoche begonnen werden. Bereits am kommenden Montag rücken die Abriss-Bagger an, um Platz für das neue Einkaufszentrum zu schaffen. „Das alles ist eine große Herausforderung“, räumte Schnittker ein. Allerdings steht für ihn auch fest: „Für das Ergebnis lohnt es sich.“