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Neumünster Kultur für alle Kinder
Lokales Neumünster Kultur für alle Kinder
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17:54 21.08.2014
Von Sabine Nitschke
Stellten am Donnerstag das neue Projekt KulturTeil samt Flyer vor: Imke Tavormina (von links), Günter Humpe, OB Olaf Tauras, Johanna Göb, Agnes Trenka, Karin Ruhmöller und VHS-Chef Björn Otte. Quelle: sn
Neumünster

Nicht zuletzt angesichts der Tatsache, dass viele Jung-Neumünsteraner aus Hartz-IV-Familien stammen, müsse das Ziel sein, dass die Begabung aller gefördert werde, betonte Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth: „Kein Kind darf verloren gehen.“ – „Wir müssen alle erreichen, auch die, die wegen ihrer sozialen Lage kulturelle Angebote bisher nicht nutzen konnten“, ergänzte Oberbürgermeister Olaf Tauras. 53000 Euro der Summe stammen aus Restmitteln des Bundesprogramms Bildung und Teilhabe; 27000 Euro aus dem städtischen Topf bewilligte die Ratsversammlung.

 Ob tänzerische Früherziehung für die Kita-Kids, die die Tanzschule Tavormina anbietet, die Lederwerkstatt der Volkshochschule, Angebote des Jugendkulturprogramms Theaterstürmer, Museums-Pädagogik oder Entwickeln einer Hörfunk-Reportage: „Einen klaren Überblick darüber, welche Angebote es in den acht Sparten für welche Altersgruppen gibt, vermittelt die Internetseite“, verspricht Agnes Trenka aus dem Kulturbüro.

 Zu den Finanzen: 70 Prozent oder maximal 400 Euro pro Projekt deckt die Stadt ab; der Rest muss selbst getragen werden – oder aber gemeinnützige Vereine, Stiftungen oder Betriebe vor Ort (der Unternehmensverband schreibt gerade einen Appell an alle Mitglieder) finanzieren die „restlichen“ 30 Prozent oder maximal 170 Euro. Außerdem gibt es „Neumünster erkunden“-Patenschaften: Firmen suchen sich eine Kita oder Schule, um einen Besuch von Museum, Theater, Dosenmoor zu schenken.

 Museumspädagogin Karin Ruhmöller ergänzte: „Enthalten im Angebotspaket sind auch Projekte, die schon jetzt zu 100 Prozent gefördert werden wie über die Stiftung der Sparkasse Südholstein.“ Kulturbüroleiterin Johanna Göb ist optimistisch: „Obwohl das Ganze noch gar nicht offiziell war, hat es schon Anfragen gegeben. Auch eine Kita aus einem eher schwierigen sozialen Umfeld interessiert sich für das Ballett.“sn

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