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Neumünster OB möchte Großflecken-Pläne zurückdrehen
Lokales Neumünster OB möchte Großflecken-Pläne zurückdrehen
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19:09 07.03.2019
Von Thorsten Geil
Das Pflaster auf dem Großflecken möchte der OB unberührt lassen. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Auftrag des Stadtparlaments an die Verwaltung war, eine Feinplanung zu machen und sie dem Rat erneut vorzulegen. Das hat Tauras nun auch gemacht, aber er hat zwei wesentliche Elemente gestrichen: Die große Pflasterfläche des Großfleckens soll seiner Meinung nach nicht angerührt werden, und auch auf den fünf Meter breiten Fußgänger-Boulevard auf der Rathausseite möchte er verzichten. Das würde bedeuten, die Parkplätze müssten dort nicht wegfallen – was eine zentrale Forderung der Händler auf dem Großflecken ist.

Dauert zu lange, ist zu teuer, wollen die Kaufleute nicht

Als Begründung nennt die Verwaltung in ihrem Antrag in verschwurbeltem Deutsch, „nach Abwägen von Nutzenerwägungen auf der einen Seite und den Faktoren Kosten sowie der hohen Risiken, die durch die lange zu erwartende Bauzeit von etwa 2,5 bis 3 Jahren und dem Wegfall von Kurzzeit-Parkplätzen für den Innenstadt-Einzelhandel entstünden, empfiehlt die Verwaltung, die Planung nicht vollumfänglich weiter voranzutreiben und umsetzen zu lassen“. Soll heißen: dauert zu lange, ist zu teuer, wollen die Kaufleute nicht.

"Pragmatisch handeln"

Stattdessen empfiehlt Tauras, sich „pragmatisch auf diejenigen Maßnahmen zu beschränken, die zur Verkehrssicherung und Verbesserung der Nutzbarkeit unbedingt notwendig erscheinen und mit begrenztem Zeit- und Kostenaufwand umgesetzt werden können“.

Fußgängerquerungen will der OB auch

Der Eingangsbereich der Lütjenstraße und der Radweg sollen neu geklinkert oder gepflastert werden. Die vier Fußgängerquerungen über die Fahrbahn sollen gebaut, einige Gehwegplatten repariert und das Kleinpflaster vor dem Rathaus und zwischen Klostergraben und Christianstraße gegen Betonplatten getauscht werden.

Das sind genau die Maßnahmen, die Tauras immer schon präferiert hatte; er war nie ein Freund der großflächigen Neupflasterung des Platzes, schon gar nicht in der vom Rat beschlossenen gebundenen Bauweise. Der OB versucht nun, den Ratsbeschluss wieder umzudrehen. Doch erste Reaktionen aus den Fraktionen lassen nicht erkennen, dass dort ein großes Umdenken erfolgt.

Kaufleute jubeln

Die Kaufleute des Großfleckens loben den Vorstoß des OB in höchsten Tonen: „Wir freuen uns über das Statement des OBs! Sollte der gesunde Menschenverstand eventuell doch noch siegen? Das wäre für die Innenstadt ein wahrer Segen, wenn jetzt alle einmal einen Schritt zurückträten und einfach das täten, was der Innenstadt hilft!“, schreiben sie auf ihrer Facebook-Seite.

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Das 15 Kubikmeter große Kleinkinderbecken erreichte das Bad am Stadtwald mit zwei Tagen Verspätung und wurde dann doch frühzeitig abgeladen. Schuld waren der Berufsverkehr und ein aufkommender Sturm.

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