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Neumünster Porsche 911 fährt jetzt mit Strom
Lokales Neumünster Porsche 911 fährt jetzt mit Strom
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16:47 24.04.2018
Von Thorsten Geil
Hier brüllt kein Benzinmotor mehr: Hanno Hinrichsen (Mitte) zeigt seinen umgebauten Porsche mit E-Antrieb. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Bei den Stadtwerken Schleswig ist Hanno Hinrichsen als Entwicklungsingenieur beschäftigt. In seiner Freizeit entwickelt er elektrische Antriebsstränge und kümmert sich um Elektrosportwagen. Standesgemäß fuhr er beim Fachforum E-Mobilität im Alten Stahlwerk in Neumünster mit seinem Porsche 911 vor – allerdings fast lautlos. Er besitzt nämlich einen von weltweit ganz wenigen Elektro-911ern, und den hat er selbst gebaut.

Die Batterien sind im ganzen Auto verteilt.

In jeder Pause drängten sich die anderen Teilnehmer der Veranstaltung um den E-Porsche. Den hatte Hinrichsen gebraucht als Benziner gekauft und in zweijähriger Arbeit zum Stromer umgebaut. Der Antrieb sitzt wie vorher hinten, aber die Batterien musste er sowohl hinten als auch vorn im Kofferraum unterbringen.

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Wenn er nicht allzu flott fährt, schaffen die Batterien mehr als 200 Kilometer. Das Aufladen findet Hinrichsen problemlos. „Es gibt heute schon an jeder Raststätte eine Schnellladesäule, und die werden künftig schnell noch leistungsfähiger werden. An einer 22-Kilowatt-Säule tanke ich jetzt schon Strom für 100 Kilometer in 35 Minuten.“

Auf die weitere Entwicklung der Lade-Infrastruktur setzten alle der gut 80 Fachbesucher aus Politik und Wirtschaft, die zu dem Fachforum des Verbands der Schleswig-Holsteinischen Energie- und Wasserwirtschaft (VSHEW) gekommen waren. Mit dieser Veranstaltung wollten die kommunalen Versorger dazu beitragen, die Elektromobilität im Norden flächendeckend voranzutreiben. Ziel ist es, Schleswig-Holstein zur europäischen Vorbildregion für eine klimafreundliche Fortbewegung auf Straßen und Schienen zu machen.

Hingucker: Tesla X mit futuristischen Flügeltüren.

Auf dem Parkplatz hinter dem Alten Stahlwerk zog derweil ein spektakuläres Auto die Blicke auf sich – ein Tesla X mit futuristischen Flügeltüren. Fahrzeughalter Norbert Landahl-von Kalben aus Borstel-Hohenraden (Kreis Pinneberg) fährt mit dem schweren Fahrzeug im Stile eines Geländewagens sehr gern: „Im Alltagsbetrieb hat er eine Reichweite von 250 bis 300 Kilometern. Wenn ich sehr sparsam fahre, sind bis zu 500 Kilometer drin.“ Allerdings kostet der Tesla X auch eine Stange Geld: Er ist erst ab 91.000 Euro zu haben.

Hier sehen Sie weitere Fotos vom Fachforum E-Mobilität in Neumünster.
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