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Neumünster Rilke-Texte zu Ukulele und Didgeridoo
Lokales Neumünster Rilke-Texte zu Ukulele und Didgeridoo
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15:46 22.05.2018
Die 11 Musiker vom Rilke-Ensemble rund um die Initiatorin Lou alias Heike Schmidt (Mitte), kamen beim Publikum gut an.
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Neumünster

Das Rilke-Ensemble besteht aus Lou, alias Heike Schmidt (Gesang, Komposition, künstlerische Leitung), Nina-Maria Seifert (Gesang), Maike Guttau (Gesang, Komposition), Torben Friedrich (Gesang, Klavier, Komposition), Helge Keipert (Gesang, Komposition, Gitarre, Saxophon, Querflöte, Mundharmonika), Marco Scuderi (Gesang, Komposition, Synthesizer, Keyboard), Lukas Johannsen (Gesang, Komposition, Ukulele, Akkordeon), Britta Grantz (Gesang, Conférencière), Birte Freis (Gesang, Conférencière), Gunnar Fink (Percussion, Cajón), Jens Sauerbrey (Bass) und Klaus Niendorf (Didgeridoo).

Seit Anfang 2017 stehen die leidenschaftlichen Musiker gemeinsam auf der Bühne. „Ich bin ein großer Bewunderer von Rilkes Lyrik. Jetzt bin ich sehr gespannt auf die Vertonung“, sagte Besucherin Luisa Rungs vor dem Konzert. Ihr Mann kann mit den Gedichten „nicht so viel anfangen“. „Aber die Musik interessiert mich. Wo hört man schon mal eine Band mit zwölf Musikern, von denen die Hälfte auch noch komponiert. Das könnte gut werden“, meinte Thomas Rungs.

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„Uns hat die Sinnlichkeit von Rilkes Poesie zusammengeführt“, erklärte Heike Schmidt dem Publikum. „Trotz der großen Altersunterschiede und der verschiedenen musikalischen Vorlieben innerhalb des Ensembles sind wir in den letzten beiden Jahren zu einer Familie zusammengewachsen, in der jeder Raum für sein Repertoire und seine Talente findet“, betonte die Initiatorin des Ensembles.

So führte beispielsweise Britta Grantz als kenntnisreiche Conférencière durch das zweistündige Programm und interpretierte Rilkes „Marionetten Theater“ im Stile von Kurt Weill. Maike Guttau unterstrich das von ihr vertonte „Über die Geduld“ mit ausdrucksstarken Tanzschritten. Und Lukas Johannsen animierte das Publikum in seiner tschechischen Volksliedversion des „Heimatliedes“ zum Mitsingen.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte zweifelsohne Rilkes Gedicht „Lösch mir die Augen“, vertont von Lou, leidenschaftlich vorgetragen von Nina-Maria Seifert und brillant begleitet von Helge Keipert auf der Querflöte. Bassist Jens Sauerbrey und Schlagwerker Gunnar Fink gaben im Hintergrund den Rhythmus an. Marco Scuderi untermalte das Gedicht „Wenn es nur einmal so ganz stille wäre“ mit sphärischen Synthesizerklängen.

Von Susanne Wittorf

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