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Neumünster Profi erklärte den Obstbaumschnitt
Lokales Neumünster Profi erklärte den Obstbaumschnitt
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14:10 11.02.2019
Von Benjamin Steinhausen
Das stürmisch-regnerische Wetter konnte die Obstbaum-Enthusiasten nicht fernhalten. Rund 80 Zuhörer wollten Fachkundiges zum Thema Obstbaumschnitt hören. Quelle: Benjamin Steinhausen
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Neumünster

Nando Berkholz, zertifizierter Obstbaumpfleger, beschrieb den Zuhörern den so genannten "Öschbergschnitt". Der soll richtig angewendet langfristig zu einer naturgemäßen Obstbaumkrone führen, mit Wachstum im oberen und Früchten im unteren Bereich.

Zunächst gab es Theorie

Zunächst gab es auf der Alten Obstwiese für die Kursteilnehmer Theorie, in der Berkholz unter anderem von verschiedenen Unterlagen sprach und die Wachstumsgesetze erläuterte – von der Blattmasse über die Spitzen- bis zur Oberseitenförderung.

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"Es gibt kein Patentrezept"

Er ging dabei immer vom Idealfall aus. „Es gibt kein Patentrezept. Ich empfehle, Fotos vor und nach dem Schneiden vom Baum zu machen. Beim Vergleich ist dann zu sehen, wie der Baum auf den jeweiligen Schnitt reagierte“, sagte der Fachmann.

Ein Obstbaum brauche 20 bis 25 Jahre, bis er eine vernünftige Krone aufgebaut habe. „In der Zeit ist dafür zu sorgen, dass die Äste gut wachsen können, damit sie auch möglichst viele Früchte aushalten“, erklärte der Experte. Durch den richtigen Schnitt kommen Luft, Licht und Sonne in den Baum, und er kann vernünftig wachsen.

"Ich möchte meinen Kindern etwas mitgeben"

Anschließend stieg er auf eine Leiter und setzte seine Theorie an einem Baum in die Praxis um. „Ich habe mir eine Streuobstwiese angelegt mit 40 Bäumen. Ich möchte damit meinen Kindern etwas mitgeben, und für mich ist es ein Ausgleich zu meiner Arbeit. Weil das natürlich sehr zeitintensiv ist, möchte ich von Anfang an so viel wie möglich richtig machen, um lange etwas davon zu haben“, erzählte René Müller aus Bönebüttel.

Thorsten Geil 11.02.2019
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