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Neumünster Tierheim: Keine Mitarbeiter, kein Geld
Lokales Neumünster Tierheim: Keine Mitarbeiter, kein Geld
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20:00 28.11.2018
Von Thorsten Geil
Foto: Vor einer Woche zeigten sich Stephanie Jette Uhde und Volker Walden noch halbwegs optimistisch. Nun sind sie nicht mehr im Tierheim.
Vor einer Woche zeigten sich Stephanie Jette Uhde und Volker Walden noch halbwegs optimistisch. Nun sind sie nicht mehr im Tierheim. Quelle: Thorsten Geil
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Neumünster

Damit fehlt der Einrichtung, die nach zwei Jahren Zwangspause erst im August wieder eröffnet worden war, das zwingend vorgeschriebene Fachpersonal. Eigentlich müsste die Stadt damit ihre eigene Betriebserlaubnis widerrufen und das Tierheim schließen. Da die Leiterin Stephanie Jette Uhde und Tierpfleger Volker Walden zwar zum Jahresende gekündigt haben, aber derzeit nur krank gemeldet sind, soll das vorerst nicht passieren.

Tierärztin Stephanie Uhde war schon länger unzufrieden mit der Zusammenarbeit innerhalb des Vereins und mit der Veterinäraufsicht im Rathaus und schmiss nun nach anderthalb Jahren hin. Sie war im September 2016, noch unter der damaligen Vorsitzenden Gisela Bünz, schon einmal Tierheimleiterin und hielt es damals zehn Tage aus.

Der aktuelle Vorsitzende des Tierschutzvereins, Martin Heinze, hat am Mittwoch rotiert und Notfallpersonal besorgt. „Wir haben ganz normal geöffnet und kriegen das auch hin. Wir geben nicht auf“, sagte Heinze. Die einzigen Tiere in der Einrichtung (vier Hunde) würden gut versorgt.

Aufgrund der Personalsituation wurde der Fundtiervertrag mit der Stadt am Mittwoch nicht unterschrieben. „Wir hatten ein gutes Gespräch mit dem Vorstand des Tierschutzvereins. Der Vertrag ist jetzt unterschriftsreif“, sagte Thorben Pries, Büroleiter des Oberbürgermeisters. Wenn der Verein die Personalfrage geklärt habe, könne der Vertrag kurzfristig in Kraft treten. Die Stadt wolle das auch weiterhin. Allerdings hat die Stadt auch einen laufenden Vertrag mit dem Tierheim in Wasbek.

Der Vertrag ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Verein das Tierheim weiter betreiben kann, denn nur damit kommen die dringend notwendigen Einnahmen herein. „Lange können wir uns nicht mehr halten. Wir sind nicht mehr weit von der Insolvenz entfernt“, sagte Martin Heinze in der vergangenen Woche.

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Thorsten Geil 28.11.2018
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