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Neumünster „Schwarze Sheriffs“ für Neumünster?
Lokales Neumünster „Schwarze Sheriffs“ für Neumünster?
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16:11 19.05.2014
Von Sabine Nitschke
Neumünster

Die Einrichtung eines „städtischen Ordnungsdienstes im Außendienst“ hatte Neumünsters SPD-Fraktion vorgeschlagen, um dem subjektiven Sicherheitsempfinden der Menschen, aber auch mehr Aufenthaltsqualität im Stadtgebiet Rechnung zu tragen. „Die Sicherheit einer Kommune ist ein Standortvorteil, der auch Auswirkungen auf das positive Image einer Stadt hat“, sagt Stadtrat Günter Humpe-Waßmuth. Nicht zuletzt, um Kunden, Touristen und Gewerbe in die Stadt zu holen, bedürfe es solcher Anstrengungen, die Hamburg, Lübeck oder Düsseldorf bereits vorgeturnt hätten.

 Wilde Müllentsorgung, unrechtmäßiges Parken auf Behinderten-Abstellplätzen, zu schnelles Fahren in Tempo-30-Zonen und vor Kitas könnten Fälle für den Einsatz der Ordnungsdienstler werden, aber auch verstärkte Streifen bei Holstenköste und anderen Festen, Unterstützung von Gewerbetreibenden und Citymanagement wären als Aufgaben denkbar. Oder ganz einfach kompetente Ansprechpartner sein bei regelmäßigen Streifengängen.

 Weil die Stadt kein ausgebildetes Personal dafür hat, müssten (zunächst auf Dauer von drei Jahren) drei zusätzliche Planstellen „Vollzugsbeamte“ und eine Planstelle für einen Sachbearbeiter im Fachgebiet Ordnungswidrigkeiten geschaffen werden. Die jährlichen Kosten in Höhe von 214000 Euro hofft man, durch Einnahmen im Bereich Verkehrsüberwachung/Ordnungswidrigkeiten decken zu können. Nach Vorberatung im den Fachausschüssen soll der Rat im Juni entscheiden. Wohlgemerkt: über das Konzept. Ob etwas wird aus der Sache, wird sich bei den Beratungen zum Doppelhaushalt 2015/16 zeigen.