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Neumünster Jetzt kommt der Online-Arzt ins FEK
Lokales Neumünster Jetzt kommt der Online-Arzt ins FEK
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19:49 31.07.2019
Von Thorsten Geil
Erste Videosprechstunde im FEK: Die Patientin (auf dem Bildschirm) hat sich eingeloggt und und berichtet von ihren Knieschmerzen. Dr. Ivo Heer (links) und Gesundheitsminister Heiner Garg spielen Diagnose. Quelle: Thorsten Geil
Neumünster

Der Arzt entscheidet, ob eine Salbe reicht, ob der Patient zu seinem Hausarzt fahren oder in die Zentrale Notaufnahme (ZNA) kommen sollte. Die Entlastung der ZNA ist das Hauptziel dieses Projekts, das das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein mit 500.000 Euro für Personal und Ausstattung aus dem Versorgungssicherungsfonds bezuschusst.

"Patienten nehmen uns die Kapazitäten für die wirklich kranken Menschen“

„Etwa 70 Prozent der Patienten, die selbstständig in die ZNA kommen, gehören nicht dorthin. Sie nehmen uns die Kapazitäten für die wirklich kranken Menschen“, sagte Dr. Ivo Heer, Ärztlicher Direktor des FEK. Immer wieder kommt es in der Notaufnahme zu langen Wartezeiten, weil dort einfach zu viele Patienten sitzen.

Am 12. August geht es los

Vom 12. August an werden sie sich im Internet unter www.fek.de bei den „Online-Docs“ einwählen können. Dort wird ein Termin vergeben. Der Patient muss seine persönlichen Daten und die Krankenkassennummer eingeben und kurz seine Beschwerden schildern. Zum vereinbarten Termin ruft dann die Klinik an, und der Patient wird über eine Videoverbindung mit dem Arzt zusammengebracht. Alles, was man braucht, ist ein Smartphone (oder einen anderen Computer) und eine Onlineverbindung. Für den Patienten entstehen keine Kosten.

Kalter Waschlappen oder zum Arzt?

„Der Arzt wird nach einem kurzen Gespräch entscheiden, ob die Beschwerden des Patienten nach einem Bienenstich mit einem kalten Waschlappen gelindert werden können, oder ob er einen Arzt aufsuchen sollte“, sagte Heer gestern, als er Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) das Pilotprojekt im FEK vorstellte. Die Sprechstunden sind zunächst auf Montag, Dienstag, Mittwoch und Freitag von 14 bis 18 Uhr beschränkt.

Patienten können sich von überall einloggen

Für Patienten gibt es keinerlei geografische Begrenzung; sie können sich von überall einloggen und behandeln lassen, wenn sie eine deutsche Krankenkassenkarte haben. Ob es dann in der virtuellen Notaufnahme ähnlich lange Wartezeiten gibt wie in der echten, muss sich zeigen. Dr. Heer: „Die Zahl der Termine ist begrenzt. Wenn es keine freien Termine mehr gibt, muss der Patient warten.“

Die Ärzteschaft im FEK hat übrigens über die neue Telemedizin nicht gerade gejubelt. Es existiert eine gewisse Angst vor Fehlentscheidungen, wenn man den Patienten nicht live vor sich sieht, hieß es. Alfred von Dollen: „Aber natürlich sind die Ärzte wie immer dagegen versichert.“

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