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Neumünster Plädoyer für Teichufer mit Bäumen
Lokales Neumünster Plädoyer für Teichufer mit Bäumen
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17:38 12.05.2009
Neumünster

Mehl zeigte sich enttäuscht, dass der zuständige Bau-, Planungs- und Umweltausschuss zunächst der Beseitigung der alten Lindenreihe zugestimmt hatte und dann „mit den Stimmen von CDU, FDP und Grünen seinen eigenen Beschluss kippt und die Nachpflanzung verschieben oder ganz aufgeben“ will.

Alle angeführten Argumente hält Mehl für nicht stichhaltig. Der architektonisch-städtebauliche Wert der Fassade, auf die man vom anderen Teichufer jetzt freien Blick hat, könne durchaus unterschiedlich bewertet werden. Die Umgestaltung der Promenade müsse bis 2009 abgeschlossen sein, wenn man nicht auf Fördermittel verzichten wolle. Zudem habe die Politik deutlich einen Ausgleich für die gefällte Lindenreihe versprochen. Außerdem weist Mehl darauf hin, dass Neumünsters Naturschutzbeirat sich bei lediglich einer Gegenstimme für heimische Bäume statt der ursprünglich geplanten Ginkos ausgesprochen habe. Gegen die Aussage, dass einheimische Bäume dem Stadtklima weniger gewachsen seien, spreche sowohl das Plädoyer des renommierten Büros Trüper, Gondesen und Partner, das Säuleneichen vorgeschlagen habe. Mehl: „Eine wunderschöne Säuleneiche steht bei der Sparkasse am Kuhberg. Sie gedeiht dort prächtig.“

Sorge machen Mehl auch die Pläne, die Teichuferanlage zu Gunsten eines Einkaufszentrums zu beschneiden oder sogar in Teilflächen zu überbauen. „Das darf nicht zum Schaden dieser hochwertigen Freifläche entstehen. Mehl kritisiert: „Es entsteht der Eindruck, das Wasser wird lediglich zur verbesserten Verkaufskulisse herabgewürdigt, anstatt diese beinahe 900-jähige Gewässertradition als hohes Gut der Geschichte zu begreifen.“

Mehl appellierte an alle im Rat vertretenen Parten, den Verwaltungschef und die Oberbürgermeister-Kandidaten, sich zu dieser Stadtteichfläche zu bekennen.

Zwar fanden die Polizeitaucher auch eine Waffe bei ihrem gestrigen Einsatz im Teich mitten in Neumünster, aber die hatte laut Pressestelle der Landespolizei Kiel nichts mit dem mutmaßlichen Tötungsdelikt vom Februar 2009 in einer Wohnung in der Hauptstraße zu tun.

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