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Neumünster Fragen zu Millionen-Loch bei Stadtwerken
Lokales Neumünster Fragen zu Millionen-Loch bei Stadtwerken
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15:16 16.05.2018
Von Thorsten Geil
Der Kreisvorstand der LKR Neumünster (von links): Giovanni Lazzaroni, Siegfried Lutz, Bahar Polat, Jürgen Joost und Refik Mor. Quelle: LKR
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Neumünster

„Voraussichtlich 1,72 Millionen Euro Verlust statt 708.000 Euro Gewinn bei der Stadtwerke-Holding für 2017 sind ein Schock für Neumünster. Das hat direkte Auswirkungen auf den städtischen Haushalt, der mit je einer Million Euro Gewinnabführung für 2017 und 2018 plant. Was die SWN dazu über ihren Pressesprecher verlauten lassen, hat mit einer angemessenen Information der Öffentlichkeit nichts zu tun“, teilt Joost in einer Presseerklärung mit.

Die von den SWN genannte Begründung „verschiedene negative operative Effekte“ findet Joost „extrem nebulös“. Sie lasse befürchten, dass es sich um grundsätzliche Probleme des operativen Geschäfts und nicht um einmalige negative Sondereffekte handelt, so Joost.

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Viele ungeklärte Fragen

Für ihn wirft das einige Fragen auf: Warum werden von den SWN keine aktuelleren Zahlen bekannt gegeben? Wo genau hat man sich verkalkuliert, in welchem Geschäftsfeld oder welchen Geschäftsfeldern ist die Schieflage wodurch genau eingetreten? Welche Maßnahmen sind wann eingeleitet worden, um diese Schieflage dauerhaft zu beseitigen? Wann ist die Stadt, wann der Aufsichtsrat informiert worden?

Joost fordert andere Besetzung des Aufsichtsrats

Die LKR fühlt sich durch diesen Vorgang „in unserer Auffassung bestätigt, dass die bisherige Besetzung des Aufsichtsrates nach parteipolitischen Gesichtspunkten unbedingt korrigiert werden muss. Ich fordere die vorschlagsberechtigten Rathausfraktionen auf, für den neuen Aufsichtsrat der SWN wie auch für alle anderen Aufsichtsgremien ausschließlich unabhängige Persönlichkeiten mit betriebswirtschaftlicher oder fachlicher Kompetenz zu entsenden“, so Joost.

15.05.2018
Thorsten Geil 15.05.2018
Thorsten Geil 15.05.2018