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Neumünster Razzia wegen Terrorismusfinanzierung
Lokales Neumünster Razzia wegen Terrorismusfinanzierung
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12:28 26.03.2019
Von Thorsten Geil
Razzia in Neumünster am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB). Quelle: Tom Wolter
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Neumünster

Gegen 7 Uhr rückten zwei Mannschaftswagen der Polizei vor einem Supermarkt am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) an. Mehrere vermummte Polizisten durchsuchten das Geschäft und die Büroräume etwa drei Stunden lang und trugen diverse Kartons hinaus und transportierten sie ab.

Keine Angaben zu Details

Thorkild Petersen-Thrö, Sprecher der Staatsanwaltschaft Flensburg, erklärte dazu, seine Behörde ermittle gegen mehrere Personen. Zu Details oder Staatsangehörigkeiten der Beschuldigten machte er keine Angaben.

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"'Terrorismusfinanzierung' gemäß Paragraf 89c des Strafgesetzbuches muss nicht klassischer Terrorismus sein. Es kann auch um andere schwere Straftaten gehen", sagte der Sprecher.

In dem Paragrafen heißt es: "Wer Vermögenswerte sammelt, entgegennimmt oder zur Verfügung stellt mit dem Wissen oder in der Absicht, dass diese von einer anderen Person zur Begehung" schwerer Straftaten verwendet werden sollen, der wird mit Freiheitsstrafen von bis zu zehn Jahren bestraft.

Zwei weitere Objekte wurden durchsucht

Zusätzlich zu dem Supermarkt am ZOB wurden ein weiteres Objekt in Neumünster und an einem anderen Ort in Schleswig-Holstein durchsucht. Festnahmen hat es nach Angaben des Staatsanwalts aber nicht gegeben. "Wir müssen jetzt das beschlagnahmte Material und Datenträger auswerten, das wird eine ganze Weile dauern", sagte er.

Thorsten Geil 25.03.2019
Thorsten Geil 25.03.2019
Thorsten Geil 25.03.2019