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Neumünster „Winterfeuer“ zog die Massen an
Lokales Neumünster „Winterfeuer“ zog die Massen an
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18:45 02.02.2014
Von Beate König
Das gute Wetter lockte Tausende Neumünsteraner und Besucher aus der Region zum verkaufsoffenen Sonntag. Quelle: König
Neumünster

Was ihm noch zum vollständigen Glück fehlt: Alle Geschäftsbetreiber bei den Sonntagsaktionen mit ins Marketingboot zu bekommen. „Dann könnte Neumünster eine landesweite Strahlkraft entwickeln.“ Für jeden einzelnen Betrieb wäre der Obulus gering. Derzeit machen Filialisten nicht mit, profitieren aber vom Engagement der inhabergeführten Geschäfte, die das Marketing-Konzept mit finanzieren. „Wir reden über niedrige Beträge.“

 „Winterfeuer“, wie Michael Keller den verkaufsoffenen Sonntag benannt hatte, kam bei bestem Wetter bestens an. Auf den Zufahrtstraßen zum Zentrum hatten sich gegen Mittag die Autos mit Einkaufswilligen über Kilometer zurückgestaut. Auf der Zufahrt zum Karstadt-Parkplatz stauten sich ebenfalls die Wagen. Neumünsteraner mit kurzen Wegen ließen ihre Autos stehen und strebten zu Fuß zum Großflecken, um Feuerspucker- und Zaubershows, Lagerfeuer und Jazz-Musik von der Michael Weiß Band zu erleben.

 Winterschlussverkauf mit bis zu 50 Prozent reduzierten Preisen verfehlte seine Wirkung als Magnet ebenfalls nicht. „Bei uns standen die Kunden schon eine Viertelstunde vor Öffnung um 13 Uhr vor der Tür, seither fließt der Kundenstrom unablässig durchs Geschäft“, stellte Christin Krümmel, Filialleiterin bei Karstadt, zufrieden fest. Etwas überrascht wurde sie von der von Einzelhändlern angeschobenen Aktion, dass jedes Geschäft 50 Cent Parkgebühren den Kunden zurückerstatten sollte. „Die Kunden haben bereits gestern angefragt. Es ist im Moment noch eine Frage, wie wir es organisieren.“ Bei Geschäftsinhaber Eckhard von Stülpnagel, der die Aktion mit angeschoben hatte, fragten Kunden nicht nach. „Wenn auf dem Großflecken Aktionen sind, kommen am Sonntag nur sehr wenig Besucher in die Holstenstraße.“

 Der Neumünsteraner Detlef Erdloff befürwortete die 50-Cent-Rückgabe bei Vorweisen eines Parktickets an der Kasse eines Geschäfts, nutzte die Aktion aber selber nicht. Er hatte wie immer im Parkcenter sein Auto abgestellt. „Da ist die erste Stunde kostenlos, wenn man im Center etwas kauft.“ Auch Britta Radestock aus Einfeld fand die Aktion „eine gute Idee“, um Kunden in die Innenstadt zu locken. Sie nutzte allerdings den kostenlosen Parkplatz bei der Diakonie, um mit ihrer Familie in die Stadt zu kommen.